Bangladesch:Flüchtlinge auf Insel gebracht

Etwa 1600 Rohingya-Flüchtlinge sind von Bangladesch auf eine überschwemmungsgefährdete Insel im Golf von Bengalen umgesiedelt worden. Als Teil eines von Menschenrechtsorganisationen scharf kritisierten Umsiedlungsprogramms kamen die Flüchtlinge, darunter 810 Kinder, am Freitag auf der Insel Bhashan Char an. Die Insel ist nach Angaben von Hilfsorganisationen während der Monsunsaison heftigen Stürmen und Überflutungen ausgesetzt. Insgesamt will die Regierung 100 000 Rohingya aus überfüllten Flüchtlingslagern auf die Insel schicken. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte, die Überführungen zu stoppen. Die Regierung erklärte dagegen, sie habe Millionen in die Infrastruktur der Insel investiert und dort Unterkünfte, Krankenhäuser und Dämme gebaut.

© SZ vom 07.12.2020 / dpa
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