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Reaktionen nach der Wahl:"Schwarz-Gelb ist abgewählt"

Die Grünen feiern eine "historische Wende", die CDU grämt sich über ihre Verluste, die FDP sucht einen Schuldigen in Japan und SPD-Chef Gabriel sieht sogar die "Kanzlerdämmerung" gekommen.

Für die einen ein Tag des Triumphes, für die anderen ein Tag der Niederlage: Der Super-Wahlsonntag mit Abstimmungen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz verschiebt die Gewichte auf der politischen Landkarte ganz gewaltig.

Landtagswahl Baden-Württemberg

Nach 58 Jahren CDU-Regierung in Baden-Württemberg zeichnet sich nun ein grün-rotes Bündnis ab: Winfried Kretschmann und Nils Schmid feieren ihren Sieg.

(Foto: dpa)

Besonders für die schwarz-gelbe Koalition sind die beiden Landtagswahlen eine Debakel: 58 Jahre hat die CDU in Stuttgart regiert und muss nun mit ansehen, wie ein Grüner Ministerpräsident wird. In Rheinland-Pfalz fliegen die Liberalen aus dem Landtag und trotz des respektablen Ergebnisses der CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöchner reicht es nicht für eine Regierungsbeteiligung.

Die SPD frohlockt, obwohl Ministerpräsident Kurt Beck in Rheinland-Pfalz künftig nicht mehr alleine regieren wird. Über diesen Verlust hilft ein wenig Schadenfreude hinweg: SPD-Chef Sigmar Gabriel sieht sogar schon die "Kanzlerdämmerung" gekommen. Angela Merkel hat sich bislang noch nicht zu Wort gemeldet.

Der Jubel bei den Grünen ist hingegen grenzenlos: In beiden Bundesländern werden sie aller Wahrscheinlichkeit nach an der Regierung beteiligt sein. In Baden-Württemberg feiern sie das beste Ergebnis ihrer Geschichte und auch in Rheinland-Pfalz ist die Zustimmung für ihre Partei so groß wie noch nie.

Am Wahlabend fallen die Reaktionen der Parteien entsprechen unterschiedlich aus - nur in einer Sache sind sie sich offenbar alle einig: Die Atomkatastrophe in Fukushima und das Moratorium der Bundesregierung haben in den Wahlkabinen so manche Entscheidung beeinflusst. sueddeutsche.de fasst die Reaktionen am Wahlsonntag zusammen.