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Axt-Angriff in New York:Polizei spricht von islamistischem Hintergrund

Man with axe attacks police in New York

Eine Überwachungskamera hat die Attacke in New York festgehalten.

(Foto: dpa)
  • Die New Yorker Polizei nennt die Attacke vom Donnerstag, bei der ein Mann eine Gruppe Beamter mit der Axt angegriffen und schwer verletzt hat, jetzt einen islamistischen Terroranschlag.
  • Der Täter sei vor kurzem zum Islam konvertiert und habe sich radikalisiert, sagt der New Yorker Polizeichef.
  • Der Zustand der Verletzten ist weiterhin kritisch.

Axt-Angriff Tat eines Islamisten?

Die Polizei in New York hat die Beil-Attacke auf eine Gruppe von Polizisten in der US-Metropole als terroristischen Angriff mit islamistischem Hintergrund eingestuft. "Das war ein Terroranschlag", sagte New Yorks Polizeichef Bill Bratton am Freitag.

Vor kurzem radikalisiert

Der 32-jährige Angreifer, der am Donnerstag zwei Polizisten verletzte, bevor er erschossen wurde, sei kürzlich zum Islam konvertiert und habe sich radikalisiert.

Nach dem Vorfall hatte die Polizei den Computer des Angreifers untersucht und festgestellt, dass der Mann oft auf Webseiten mit radikalislamischen Inhalten surfte. In sozialen Netzwerken habe sich der Mann "anti-westlich" geäußert, sagte Bratton. In Schriftsätzen habe er "Hass auf Amerika" ausgedrückt und den Wunsch, "Amerika zu bestrafen", so die Polizei nach einem Bericht der New York Times. Ein klassischer Dschihadist sei der Täter gleichwohl nicht, sie gehen von einem radikalisisierten Einzeltäter aus.

Der Mann wurde nach Angaben der Ermittler in den Jahren 2003 und 2004 insgesamt sechs Mal im Bundesstaat Kalifornien festgenommen. Wegen Drogendelikten sei er unehrenhaft aus der Armee entlassen worden.

Zustand der Verletzten weiter kritisch

Der Zustand eines des verletzten 25-jährigen Polizisten war weiter kritisch, der zweite Beamte solle das Krankenhaus bald verlassen können, teilte die Polizei mit. Eine 29-jährige Passantin, die versehentlich von einer Kugel im Rücken getroffen war, sei ebenfalls noch in einem kritischen Zustand.

Vier Polizisten hatten am Donnerstag im Stadtviertel Queens für einen Fotografen posiert, als Thompson ohne Vorwarnung mit einem Beil auf die Gruppe losging. Die zwei unverletzten Polizisten erschossen den Mann.

© SZ.de/AFP/dpa/zoch

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