bedeckt München
vgwortpixel

Autobombe in Gaziantep:Zwei Tote bei Anschlag im Südosten der Türkei

Eine Woche nach Merkels Besuch in der Stadt Gaziantep explodiert dort vor dem Polizei-Hauptquartier eine Autobombe.

Bei einem Bombenanschlag vor der Polizeizentrale in der südtürkischen Stadt Gaziantep sind am Sonntagmorgen zwei Polizisten getötet worden. 22 weitere Menschen wurden verletzt, darunter 18 Polizisten und vier Zivilisten, sagte der Gouverneur der Region Gaziantep. Der Fernsehsender NTV berichtet, die Explosion sei durch eine Autobombe ausgelöst worden. Zu dem Attentat bekannte sich zunächst niemand.

Die Nachrichtenagentur DHA meldet, nach der Explosion des Sprengsatzes seien Schüsse zu hören gewesen. Die Agentur spricht in ihrem Bericht von einem "Terrorangriff". Auf Fernsehbildern waren Krankenwagen an der Einfahrt zu dem Hauptquartier zu sehen, Trümmer lagen auf der Straße.

Gaziantep liegt unweit der syrischen Grenze. Am Samstag vergangener Woche hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Stadt besucht, um sich ein Bild von der Lage der syrischen Flüchtlinge in der Türkei zu machen. Sie weihte in Gaziantep ein von der EU finanziertes Kinderschutzzentrum ein und sprach mit geflüchteten Kindern.

In der Türkei gelten wegen des Maifeiertages verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Die Zahl der Anschläge steigt zum einen seit dem wieder aufgeflammten Konflikt mit den Kurden. Zum anderen spürt das Land die Auswirkungen des syrischen Bürgerkriegs. Im vergangenen Jahr starben mehr als 200 Menschen im ganzen Land durch sieben Selbstmordattentate. Vergangene Woche wurden bei einem Attentat 13 Menschen in Bursa verletzt, der Attentäter kam ums Leben.

Flüchtlinge Merkel kämpft mit schönen Bildern für den Pakt mit der Türkei Bilder
Besuch in Gaziantep

Merkel kämpft mit schönen Bildern für den Pakt mit der Türkei

Dem Abkommen mit der Türkei ein freundliches Gesicht geben: Das ist das Ziel des Kurztrips von Merkel und EU-Ratspräsident Tusk. Am Ende geht es dann aber doch wieder um Jan Böhmermann.   Von Stefan Braun