Unblutiger Putsch in Portugal: Mehr als 40 Jahre Diktatur gingen am 25. April 1974 mit der "Nelken-Revolution" zu Ende, der Diktator Marcello Caetano wurde in die Wüste geschickt. Die Putschisten riefen die Bevölkerung dazu auf, vorerst in ihren Häusern zu bleiben. Den Bewohnern von Lissabon war das egal, sie liefen auf die Straße, um die Soldaten begeistert zu empfangen. Viele Frauen steckten ihnen Nelken in die Gewehrläufe und gaben der Revolution so ihren Namen. Die rote Blume wurde während der Französischen Revolution gerne von Adeligen auf dem Weg zur Guillotine getragen, im 19. Jahrhundert war sie ein Symbol der Arbeiterbewegung.

Bild: AP 26. Januar 2011, 10:062011-01-26 10:06:44 © sueddeutsche.de/leja/boen