Nach wochenlangen Protesten in Tunesien trat der Diktator Zine el-Abidine Ben Ali am 14. Januar 2011 zurück und floh ins Ausland, das Volk jubelte. Schon bald sprach man halb ironisch von der "Jasmin-Revolution". Als sich Ben Ali im November 1987 ins Präsidentenamt geputscht hatte, hat er diese Privatrevolution ebenfalls nach der kleinen weißen Blume benannt, die in tunesischen Vorgärten wächst und für Reinheit, Lebensfreude und Toleranz steht. Der Name "Jasmin-Revolution" wird vor allem von europäischen Medien gebraucht. In Tunesien widmet man den Volksaufstand auch dem Medium, das ihn erst möglich gemacht hat und spricht von einer "Facebook-Revolution".

Bild: AFP 26. Januar 2011, 10:062011-01-26 10:06:44 © sueddeutsche.de/leja/boen