Antisemitismus Nahost-Deutschland

Hassparolen gegen Israel, Überfälle, Hunderttausende Flüchtlinge. Bei vielen Juden hierzulande wächst das Unbehagen. Andere versuchen, es zu überwinden: indem sie die Hand ausstrecken.

Von Thorsten Schmitz

Noam Leichtentritt überlegt nicht lange, ob er für ein Gespräch bereit ist. "Sie sind der Erste, der mir zuhören will", sagt er am Telefon. Wie man ihn erkennen wird bei der Verabredung? "Ich seh' aus wie ein Araber. Nur mit Kippa." In Neuköllns Karl-Marx-Straße ist er nicht zu übersehen. Eine Kippa trägt hier sonst niemand.

Josef Schuster ist der Meinung, es sei nicht die Sache des Zentralrats der Juden in Deutschland, sich in der Flüchtlingsdiskussion aus dem Fenster zu ...