Algorithmen Berufsethik für Entwickler

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm , will eine Berufsethik für Entwickler von Algorithmen entwickeln. Sie bestimmten die Kommunikation von Milliarden Menschen.

Heinrich Bedford-Strohm.

(Foto: Daniel Karmann/dpa)

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm , will eine Berufsethik für Entwickler von Algorithmen entwickeln. Aufgabe der Kirche sei es, sich in die Debatte über die Herausforderung der Digitalisierung einzumischen und mit Unternehmen wie Facebook oder Google ins Gespräch über ihre soziale Verantwortung zu kommen. "Die Kommunikation von Milliarden Menschen ist abhängig von den Algorithmen dieser Unternehmen - das kann nicht so bleiben", sagte der EKD-Ratsvorsitzende. Kirchen verfügten bereits über ein globales Netzwerk, das die Diskussion möglich mache. Man müsse verhindern, dass die Logik der Algorithmen die private und öffentliche Kommunikation bestimme und dass immer mehr Hassbotschaften und Fake News die Kommunikation durchsetzten. "Dadurch lebt die Gesellschaft immer mehr aus Angst und weniger aus Zuversicht", sagte Bedford-Strohm. "Wir müssen die Hoheit über den öffentlichen Diskurs zurückgewinnen."