Äthiopien:Regierung greift Tigray weiter an 

Die äthiopische Zentralregierung will ihre Angriffe auf die Rebellenregion Tigray auch nach der Ankündigung von Friedensgesprächen fortsetzen. Ziel sei es, die Flughäfen der Region unter Kontrolle zu bringen, teilte die Regierung am Montag mit. Damit sollten Hilfsorganisationen humanitäre Mittel in die Region bringen können. Die Regierung wies den Rebellen außerdem die Schuld dafür zu, dass der Konflikt erneut eskaliert ist. Äthiopiens Militär liefert sich gemeinsam mit eritreischen Streitkräften immer wieder schwere Gefechte mit der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF), die mehr Autonomie für ihre ethnische Gruppe verlangt. Der Weltgesundheitsorganisation zufolge sind von den gut sieben Millionen Menschen in Tigray etwa 5,2 Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die zunächst für den 8. Oktober geplanten Friedensgespräche zwischen der Regierung und der TPLF in Südafrika wurden auf unbestimmte Zeit verschoben.

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