Bevor es allerdings zu einer Invasion des japanischen Kernlandes kam, forderten die westlichen Siegermächte in der sogenannten "Potsdamer Erklärung" vom 26. Juli 1945 Japan zur Kapitulation auf - ansonsten drohten sie mit "sofortiger und völliger Vernichtung". Was in Japan niemand ahnte: Nur wenige Tage zuvor hatte der amerikanische Präsident Truman dem Einsatz von Nuklearwaffen gegen japanische Städte zugestimmt. Die Erklärung wurde über Flugblätter und Radiodurchsagen verbreitet. Doch eine Antwort von japanischer Seite blieb aus - alle gemäßigten Stimmen im Land verhallten.

Hier sind die Teilnehmer der Konferenz von Potsdam zu sehen (v.li.): der britische Premier Winston Churchill, US-Präsident Harry Truman und der sowjetische Diktator Josef Stalin. Letzterer gehörte zwar nicht zu den Unterzeichnern der Deklaration, doch hatte Stalin bereits während der Konferenz von Jalta zugestimmt, spätestens drei Monate nach dem Sieg über Deutschland in den Pazifikkrieg einzugreifen.

Bild: SZ Photo 2. September 2015, 15:322015-09-02 15:32:45 © SZ.de/mane/rus