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Wetter 2013:Aufholjagd des Supersommers

Sonnenuntergang im Taunus

Sonnenuntergang im Taunus: Der Sommer 2013 war warm, trocken und ausgesprochen sonnig, die Supersommer 2003 und 2006 kann er aber nicht toppen

(Foto: dpa)

Das Wetter war sportlich in diesem Jahr: Tiefsttemperaturen im Winter und Jahrhunderthochwasser im Frühjahr. Doch auch der Sommer kann mit Spitzenwerten aufwarten, bei der Sonnenscheindauer könnte es sogar für einen neuen Rekord reichen.

Wenn dieser Sommer an der Olympiade teilnehmen könnte, dann hätte er einen Podestplatz knapp verpasst. Zwar meldeten viele Messstationen Spitzentemperaturen mehr als 35 Grad. Schwitzen mussten die Menschen vor allem in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Dort haben viele Messstationen Höchstwerte registriert. An der Spitze steht Ingolstadt mit 38,7 Grad.

Doch an den Rekordwert aus dem Jahr 2003 kommt das allerdings nicht ran. Der liegt bei 40,2 Grad und wurde damals in Karlsruhe gemessen. Auch der Fußball-WM-Sommer 2006 erreichte höhere Temperaturen.

Trotzdem hat der Sommer noch die Chance unter die besten fünf zu gelangen, das sagt zumindest der Deutsche Wetterdienst. Für die Meteorologen geht der Sommer bis 31. August, also noch fünf Tage. Es sei daher gut möglich, dass es bei der Sonnenscheindauer noch einige neue Rekorde geben werde, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes am Montag.

Damit wäre der Sommer den bisherigen Jahreszeiten ebenbürtig, denn auch die konnten bisher einige Spitzenwerte aufweisen. Da war zunächst der nicht enden wollende Winter. Noch Ende März kam es in Teilen Deutschlands zu zweistelligen Minusgraden. Eigentlich sollte der Winter mit Eis und Schnee in Deutschland kaum noch vorkommen - das prognostizierten zumindest Wetterexperten im Jahr 2000.

Dunkelster Winter seit Beginn der Aufzeichnungen

Der Winter war in diesem Jahr aber nicht nur besonders kalt, sondern auch extrem dunkel. Genau gesagt war es der dunkelste Winter seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen der Sonnenscheindauer im Jahr 1951.

Erst Ende April keimte die Hoffnung auf, dass sich das Jahr 2013 doch noch zum Positiven wenden würde. Und dann das: Regen, Regen, Regen. Der Mai ging als zweitnassester Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881 in die Klimageschichte ein. In vielen Regionen sind Flüsse über die Ufer getreten und Keller vollgelaufen. Vor allem an Donau und Elbe kam es Anfang Juni zu Jahrhunderthochwassern. In Passau und Regensburg wurden bis dato noch nie gemessene Pegelstände registriert.

Rekordwerte hin oder her: Nach dem kalten Winter und dem verregneten Frühsommer, kann man doch sehr zufrieden sein mit diesem Sommer 2013.

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