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Vogelplage in Berlin:Krähen attackieren Hauptstadtbewohner

Das Tier stürzt sich aus der Luft auf den 40-Jährigen und verletzt ihn am Hinterkopf: In Berlin häufen sich einem Zeitungsbericht zufolge die Angriffe von Krähen auf Menschen. Manche Stadtbezirke warnen bereits mit Infotafeln vor den aggressiven Vögeln.

Die Vögel im gleichnamigen Thriller von Alfred Hitchcock (1963) lassen sich auch von Hauswänden und verbarrikadierten Fenstern nicht abhalten. In einer Szene dringen die Tiere scharenweise durch den Kamin in das Haus der Familie Brenner ein und attackieren die Bewohner. So weit ist es hierzulande zwar noch nicht: Doch wer sich derzeit auf Berlins Straßen wagt, muss mit Attacken aus der Luft rechnen.

Krähe durchsucht Tüte

In der Hauptstadt entwickelt sich die Krähen-Population zu einem Problem, und auch in München fühlen sich die schwarzen Vögel sichtlich wohl.

(Foto: dpa)

In der Hauptstadt häufen sich nach einem Bericht der Berliner Morgenpost die Angriffe von Krähen auf Menschen. Am Samstag attackierte demzufolge ein Tier einen Mann in Prenzlauer Berg. Der 40-Jährige wurde leicht am Hinterkopf verletzt.

Der Bezirk Mitte warne inzwischen mit Infotafeln vor den angriffslustigen Tieren, heißt es in dem Zeitungsbericht. In manchen Stadtteilen wird demzufolge bereits mit ganz praktischen Maßnahmen reagiert: Verschlossene Müllbehälter etwa sollen die Krähen davon abhalten, sich an Essensreste heranzumachen und sie über Grünflächen und Bürgersteige zu verteilen.

Der Naturschutzbund (Nabu) schätzt den Krähenbestand in Berlin auf etwa 5000 Brutpaare, Tendenz steigend. Die Tiere sind geschützt. Wie Carmen Schultze vom Berliner Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) dem Blatt sagte, kommt es im Mai vermehrt zu Angriffen. Die Vögel brüteten in dieser Zeit und seien deswegen allgemein aktiver - "manchmal auch aggressiver".

© Süddeutsche.de/dapd/jobr/gal

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