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USA: Entführungsopfer Jaycee Lee:"Ich bin so glücklich"

Entführungsopfer Jaycee Lee Dugard äußert sich erstmals öffentlich. Es gehe ihr gut, sagt sie. 18 Jahre lang hatte ihr Kidnapper sie immer wieder missbraucht. Nun überlegt sie, ein Buch zu schreiben.

Mit elf Jahren wurde sie entführt, 18 Jahre lang wurde sie festgehalten, in einem Hinterhof eingesperrt und immer wieder missbraucht. Jetzt hat Jaycee Lee Dugard sich zum ersten Mal öffentlich geäußert.

"Ich bin so glücklich, wieder bei meiner Familie zu sein", sagte die heute 29-Jährige dem US-Magazin People Langsam habe sie begonnen, sich zu erholen. Sie reite, koche und denke darüber nach, an einem Buch mitzuarbeiten.

Gemeinsam mit ihrer Mutter Terry Probyn und ihren beiden Töchtern Angel, 15, und Starlit, 11, die Entführer Philip Garrido mit Dugard gezeugt haben soll, versuche die junge Frau, jetzt zur Normalität zu finden.

"Unter den gegebenen Umständen führen sie ein überraschend normales Leben", zitiert das Magazin die Stiefmutter von Dugards Mutter Probyn. Das Magazin will in seiner neuen Ausgabe, die an diesem Freitag veröffentlicht wird, auch erstmals einige aktuelle Fotos zeigen. Dugard hatte sie selbst zur Verfügung gestellt.

Dugard war 1991 in Kalifornien entführt worden. Der heute 58 Jahre alte Phillip Garrido wird beschuldigt, das Mädchen mit Hilfe seiner Frau gefangengehalten und immer wieder vergewaltigt zu haben.

© sueddeutsche.de/AP/bsj/afis

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