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Täter muss 20 Jahre ins Gefängnis:Freundin lebendig begraben

Er wollte den gemeinsamen Sohn für sich haben - deshalb begrub ein 26-Jähriger in England seine Freundin bei lebendigem Leib im Wald. Dafür muss der Mann jetzt 20 Jahre ins Gefängnis. Die Frau überlebte den Mordversuch dank ihres Willens und ihres Verlobungsringes.

Ihr Freund begrub sie bei lebendigem Leib, nur mit Hilfe ihres Verlobungsringes schaffte sie es, zu überleben. Vorangegangen war ein Streit um das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn. Jetzt muss der Vater, der 26-jährige Marcin K., für seine Tat 20 Jahre ins Gefängnis. Ein Gericht im nordenglischen Leeds verurteilte ihn wegen versuchten Mordes.

Der Mann habe das Verbrechen geplant, um die Frau zu töten sagte der Richter, der bei der Festlegung des Strafmaßes den "außerordentlich schrecklichen Charakter des Falles" miteinbezog: "Lebendig begraben zu werden muss einer der schlimmsten Arten sein, zu sterben, die man sich vorstellen kann."

Der Täter hatte seine 27-jährige Freundin im Mai 2011 mit einer Elektroschockpistole angegriffen, gefesselt und geknebelt. In einer großen Pappkarton-Box hatte er sie dann in der Nähe ihres Hauses in der Grafschaft West Yorkshire unter Erde, Blättern und einem schweren Baumstamm begraben. Die Frau konnte mit ihrem Verlobungsring jedoch den Karton zerschneiden und sich nach etwa einer Stunde befreien.

Der Richter erklärte, der Mann sei in der Beziehung mit der Frau nicht glücklich gewesen, habe aber den drei Jahre alten gemeinsamen Sohn für sich haben wollen. Deshalb habe er beschlossen, sie zu töten. "Die unglaubliche Entschlossenheit, für ihren Sohn zu überleben, hat sie gerettet", sagte der Richter.

Sie habe weiterhin schwere psychische Probleme und werde noch länger unter den Erinnerungen leiden. Ein 18 Jahre alter Bekannter des Täters, der ihm geholfen hatte, muss wegen Entführung für viereinhalb Jahre in eine Jugendhaftanstalt.

© dpa/AFP/mane/holz

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