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Südkorea:Grenzsoldat nach Bluttat an Kameraden festgenommen

Nach seiner Flucht suchten tausende Einsatzkräfte nach dem Mann, Straßen wurden gesperrt, Wohngebiete bewacht. Am Samstag hatte der südkoreanische Soldat fünf Kameraden erschossen. Jetzt wurde er in seinem Versteck aufgespürt.

  • Südkoreanischer Soldat nach tödlichen Schüssen auf Kameraden gefasst
  • Festnahme nach Belagerung und Großeinsatz
  • Schütze soll Probleme gehabt haben, sich in Armee einzufügen

Mutmaßlicher Schütze festgenommen

In einem Großeinsatz hat die südkoreanische Armee am Montag den Soldaten gefasst, der zuvor fünf Kameraden erschossen haben soll. Der Mann habe sich in seinem belagerten Versteck durch einen Schuss in die Seite selbst verletzt und sei festgenommen worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Der 22-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Im Versteck belagert

Der Soldat, der bis zu seiner Tat an einem Posten an der Grenze zu Nordkorea stationiert war, hatte am Samstag das Feuer auf Kameraden eröffnet. Er tötete dabei fünf Männer, mehrere wurden verletzt. Anschließend floh er. Laut britischer BBC waren tausende Soldaten an der folgenden Fahndungsaktion beteiligt, mögliche Fluchtwege seien gesperrt und Wohngebiete von Zivilisten beschützt worden. Am Sonntag wurde der Mann etwa zehn Kilometer von der Grenze entfernt in einem Versteck nahe einer Grundschule aufgespürt. Die Armee belagerte seinen Unterschlupf, seine Eltern riefen den Soldaten dazu auf, sich zu ergeben.

Motiv von Grenzsoldat unklar

Über die Motive für die Gewalttat ist bislang nichts bekannt. Der Soldat soll Probleme gehabt haben, sich in seine Rolle beim Militär einzufinden. Der Posten, an dem der Mann stationiert war, liegt an der schwer bewachten Grenze zwischen den beiden koreanischen Staaten. Südkorea befindet sich mit dem kommunistischen Nordkorea formal im Kriegszustand, weil nach dem Koreakrieg der Jahre 1950 bis 1953 kein Friedensvertrag geschlossen wurde. An der sogenannten entmilitarisierten Zone zwischen beiden Ländern sind auf südkoreanischer Seite viele junge Wehrpflichtige stationiert.