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Schüsse auf Hamburger Hells Angel:Lange Haftstrafen für versuchten Mord auf St. Pauli

Plädoyer  im Prozess um Schüsse auf Rocker am Millerntor erwartet

Polizisten begutachen das Fahrzeug des Attentatopfers am Millerntorplatz auf St. Pauli.

(Foto: dpa)
  • Wegen beinahe tödlicher Schüsse auf einen Rockerboss ist ein 28-Jähriger zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden, die 24-jährige Mitangeklagte erhielt über zwölf Jahre.
  • Das 38-Jährige Opfer ist seit dem Vorfall 2018 querschnittsgelähmt.
  • Der Anschlag war nach Überzeugung der Strafkammer ein Racheakt.

Ein weißer Bentley wartet auf dem Hamburger Millerntorplatz vor einer Ampel. Es ist eine Sonntag-Sommernacht auf der Reeperbahn in St. Pauli. Ein zweites Auto hält neben dem Luxuswagen. Dann fallen fünf Schüsse: Wegen dieser beinahe tödlichen Attacke auf einen Rockerboss in Hamburg ist ein 28-Jähriger zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Die 24 Jahre alte Mitangeklagte erhielt vom Landgericht Hamburg am Montag eine Strafe von zwölf Jahren und sechs Monaten.

Die Strafkammer zeigte sich davon überzeugt, dass der Angeklagte seine Freundin und einen unbekannten Schützen zu dem Mordversuch am 26. August 2018 anstiftete. Der von den fünf Schüssen getroffene 38-jährige Hells Angel wurde lebensgefährlich an Kopf und Oberkörper verletzt und ist seitdem querschnittsgelähmt.

Die 24-Jährige hatte vor Gericht eingeräumt, den Wagen gefahren zu haben, aus dem heraus der Schütze auf den Hells Angel feuerte. Sie habe aber nicht gewusst, was der Unbekannte vorgehabt habe, als er bei ihr eingestiegen sei. Der Schütze ist flüchtig.

Der Anschlag war nach Überzeugung der Strafkammer ein Racheakt. Gut zwei Jahre zuvor war das Paar Opfer eines ähnlich heimtückischen Überfalls im Stadtteil Schnelsen geworden. Dabei hatten die beiden nun Verurteilten schwere Schussverletzungen erlitten.

Kriminalität Mord-Verabredung via Teletext

Schüsse auf Hamburger Hells Angel

Mord-Verabredung via Teletext

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