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Schweiz:Knigge in der Wildnis

A woman walks with her greyhound dogs along a path in the Durand forest near the French border to Switzerland in Ferney Voltaire

Alles so schön friedlich hier? Nicht unbedingt. In den Schweizer Wäldern geht es nicht ganz so idyllisch zu, wie es scheint.

(Foto: Denis Balibouse/Reuters)

Alle wollen ins Grüne - Wanderer, Pilzsammler, Mountainbiker. In der Schweiz wurden nun zehn Gebote für den Waldfrieden verfasst. Besuch in einem umkämpften Gebiet.

Vom Basler Hauptbahnhof sind es nur etwa 20 Minuten mit der Bahn, ein paar Schritte noch, dann ist man da. Im Wald. Wo alles so ist, wie es sein sollte. Die Bäume spenden Schatten, Vögel zwitschern, es knackt und zirpt und riecht nach Holz und Kräutern. Förster Markus Lack freut das - obwohl der schattige, grüne Weg für ihn völlig anders aussieht. Er zeigt auf einen Baumstamm, die Rinde ist abgeblättert: "Da war jemand mit dem Sackmesser dran." Er deutet nach rechts: An einem Bach sitzt eine Familie beim Picknick, zwei nackte Kinder springen durch das Wasser. Lack macht einen Schritt zur Seite. Zwei Mountainbiker rollen im Schritttempo an ihm vorbei, ganz höflich. Dass das nicht immer so ist, weiß man ja.

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