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Saarland:Polizei befreit fünf Flüchtlinge aus Kühllaster

Einem Sprecher zufolge hätten die Männer ersticken oder erfrieren können. Gegen den Fahrer des Lkw wird wegen Schleuserverdachts ermittelt.

Die Polizei hat am Dienstag nach eigenen Angaben in Saarlouis den Lkw eines mutmaßlichen Schleusers mit fünf Flüchtlingen an Bord gestoppt. Die Iraker hätten sich in dem Kühlwagen befunden und noch in Frankreich per Handy wegen Kälte und mangelnder Luft selbst den Notruf alarmiert, sagte ein Sprecher der Bundespolizei im saarländischen Bexbach. Über eine Handyortung kamen die Ermittler auf die Spur des Lastwagens mit polnischem Kennzeichen. Dieser hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die deutsche Grenze passiert. Auf einer Raststätte konnten die Flüchtlinge schließlich befreit werden.

"Man hätte dort nicht nur erfrieren, sondern auch ersticken können", sagte ein Polizeisprecher. Demnach war der Laderaum des Lkw, in dem Milchprodukte transportiert wurden, luftdicht verschlossen und etwa ein Grad kalt. Die fünf Männer wurden vorsichtshalber von einem Notarzt untersucht, waren zum Glück jedoch nur leicht unterkühlt. Der Polizei zufolge war der Lastwagen am Montagabend in Mailand gestartet. Seit wann die Flüchtlinge mitfuhren, war zunächst unklar.

Der 37-jährige Fahrer wurde unter Schleuserverdacht festgenommen. Der Laster wurde vollständig entladen, um auszuschließen, dass sich noch weitere Menschen darin befinden. "Die gute Zusammenarbeit der französischen und deutschen Polizei hat den Menschen das Leben gerettet", sagte der Leiter der Bundespolizei im Saarland, Ralf Leyens.

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