Prozess gegen kanadischen Pornodarsteller Magnotta muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten

Er soll seinen chinesischen Freund getötet und zerstückelt haben, die Leichenteile gingen per Post bei Schulen und Parteien ein. In Berlin wurde der ehemalige Pornodarsteller Luka Rocco Magnotta nach seiner Flucht festgenommen. Eine Richterin entschied nun nach dem Vorverfahren, dass ausreichend Beweise für den Hauptprozess vorliegen.

Der Kanadier Luka Rocco Magnotta muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten. Richterin Lori Renée Weitzman entschied nach einem rund vierwöchigen Vorverfahren mit insgesamt elf Anhörungsterminen, dass ausreichende Beweise für ein Hauptverfahren vorliegen. Das Datum für den Beginn des Prozesses, der für Anfang kommenden Jahres erwartet wird, soll demnach am 29. April festgelegt werden.

Der frühere Pornodarsteller Magnotta soll seinen chinesischen Freund im Mai vergangenen Jahres mit einem Eispickel ermordet und die Leiche anschließend zerstückelt haben. Magnotta schickte laut Anklage nach dem Mord mehrere Leichenteile des Opfers an politische Parteien in Ottawa sowie Schulen in Vancouver. Zudem soll er die Tat gefilmt und das Video ins Internet gestellt haben.

Magnotta flüchtete nach der Tat nach Frankreich und von dort nach Berlin. Anfang Juni 2012 vergangenen Jahres wurde der Kanadier vom Betreiber eines Internetcafés im Stadtteil Neukölln erkannt und von der Polizei festgenommen. Nach seiner Auslieferung nach Kanada bekannte er sich für nicht schuldig.