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Promis der Woche:Eine Frage der Erziehung

Angelina Jolie bekommt Trampolinverbot, bei den "Foo Fighters" trinken Eltern Champagner und Kinder gehen ins Museum, und eine "Bridgerton"-Darstellerin zeigt ihrer Mutter lieber keine Sexszenen.

Lara Croft darf nicht mehr aufs Trampolin

Was wäre wohl gewesen, wenn die Kinder von Angelina Jolie schon vor 20 Jahren geboren gewesen wären, als die Schauspielerin sich in ihrer Rolle der Lara Croft durch den Dschungel schwing, Bösewichte im Nahkampf niedermachte und die Welt rettete? Vermutlich haben sie den Film nie gesehen, zumindest trauen die sechs Kinder ihrer Mutter nicht mehr allzu viel zu. Im Interview mit der Vogue berichtete Jolie davon: "Neulich waren wir auf dem Trampolin, und die Kinder sagten: 'Nein, Mama, mach das nicht. Du wirst dir wehtun.'"

FILE: Angelina Jolie Reveals Bell's Palsy Diagnosis

Kommt erst so richtig in Fahrt: Angelina Jolie.

(Foto: Oli Scarff)

Dabei freut sich die 45-Jährige auf das Altern. Zumindest auf die nächste wichtige Stufe. "Ich habe das Gefühl, dass ich in meinen 50ern richtig in Fahrt komme", sagte Jolie. Bereits in ihren 40ern fühle sie sich viel wohler als früher, so die sechsfache Mutter. Vielleicht liege das daran, dass ihre Mutter bereits früh gestorben sei - "daher hat Alter für mich etwas, das sich wie ein Sieg anfühlt." Wer bei der Auseinandersetzung ums Trampolinspringen am Ende siegte, verriet Jolie allerdings nicht.

Schmuddelverbot für die Mutter

Ebenfalls in die Kategorie Das-wollen-wir mit-unseren-Eltern-lieber-nicht-machen gehört wahrscheinlich neben gemeinsamen Trampolinspringen auch das gemeinsame Gucken von Sexszenen. Zumindest für die Schauspielerin Nicola Coughlan, die gerade in der eher freizügigen Netflix-Serie "Bridgerton" (hier geht es zu unserer Kritik der Serie) zu sehen war - und ihren Erfolg gerne mit ihrer Mutter teilen wollte. Na ja, zumindest einen Teil davon. "Als ich ihr die erste Episode zeigte und sehr schnell Johnny Baileys Hintern auftauchte, sagte sie: 'Was ist los?'", erzählte Coughlan in einer Folge des Podcasts "Make it Reign".

Virgin Media British Academy Television Awards 2019 - Red Carpet Arrivals

Kann gut vorspulen: Nicola Coughlan.

(Foto: Jeff Spicer/Getty Images)

"Als wir zu Episode sechs kamen, dachte ich: 'Was soll ich nur machen? Es wird dauernd gebumst. Das wird Ärger geben'", sagte die Irin. "Also habe ich bei den ganzen sexy Stellen vorgespult, und am Ende sagte sie: 'Das war aber kurz.'" Coughlan spielt in der Serie die Rolle der Penelope Featherington. "Bridgerton" dreht sich um das Leben und die Tanzbälle der Londoner High Society im frühen 19. Jahrhundert und hat in den ersten Wochen einen Netflix-Rekord aufgestellt. Eine zweite Staffel soll bald folgen. Vermutlich wird Coughlan auch dann wieder ihre Vorspul-Künste beweisen müssen.

Heimliche Hochzeit

Auch die Schweizer Komikerin Hazel Brugger hat etwas verschwiegen: Wie sie jetzt zugab, hat sie bereits vor knapp einem Jahr Partner Thomas Spitzer geheiratet. Vor einigen Monaten hatte sie ihre Fans bereits damit überrascht, schwanger zu sein. Nun erklärte sie: "Das habe ich euch noch gar nicht erzählt, aber vor bald einem Jahr haben Thomas und ich geheiratet", schreibt sie zu mehreren Bildern der Hochzeit bei Instagram. Immerhin, ihre Ausrede ist gut: "Es schien mir nie wirklich angebracht, in einem so harten Jahr wie 2020 laut über das riesige Glück zu sprechen."

Und einige wenige wussten offenbar doch Bescheid. Auch wenn die Feier mitten in der Pandemie und im kleinen Kreis alles andere als geplant verlief. Es habe sie traurig gemacht, dass diese Ehe "so improvisiert und unspektakulär" starten sollte, erzählte Brugger jetzt. Sie sei sich sicher gewesen, dass irgendwann noch "echte Hochzeitsfotos" mit einem "echten Kleid" und "richtigem Kuchen" folgen würden. Erst jetzt, so viele Monate später, habe sie gemerkt, wie perfekt der Tag eigentlich war.

Gegen die Mauern im Kopf

Auch Oscargewinnerin Halle Berry hat ein paar Tipps in puncto Familie parat. Auf dem im Rahmen der Golden Globes ausgerichteten Online-Panel "Women Breaking Barriers" berichtete die Schauspielerin, wie sie bei ihrem siebenjährigen Sohn gegen Vorurteile gegenüber Frauen und Mädchen ankämpft.

Halle Berry

Hinterfragt ihren Sohn: Halle Berry.

(Foto: Richard Shotwell/dpa)

Sie "habe beobachtet, wie er schon im Alter von fünf Jahren gelernt hat, dass er Mädchen gegenüber überlegen sei". Von ihr hat er das offenbar nicht gelernt. Sie hinterfrage deshalb immer wieder seine Ansichten, um dafür zu sorgen, dass er sich selbst hinterfragt: "Warum ist das für Mädchen? Warum ist das eine Mädchenfarbe? Und warum ist das weniger wert? Das bringt ihn dazu, innezuhalten und wirklich darüber nachzudenken - selbst mit sieben Jahren." Berry hat Erfahrung damit, gegen überholte Rollenbilder anzukämpfen. 2002 wurde sie als erste Schwarze mit einem Oscar ausgezeichnet. Ihrem Sohn will sie nun beibringen, selber keine Mauern im Kopf zu haben.

Museum für die Kinder, Champagner für die Eltern

Als Rockstar hat man es nicht leicht. Dauernd auf Tournee um die Welt, zumindest wenn nicht gerade Pandemie ist. Bei manchen Bands läuft so ein Rockstar-Tour-Leben allerdings ähnlich wie ein Familienurlaub ab. Zumindest bei den Foo Fighters, wie Frontmann Dave Grohl, 52, gerade in einem Interview berichtete. "Die Leute in der Band sind nicht nur Musiker für mich, sie sind meine besten Freunde. Sie sind meine Familie", schwärmt Grohl, der die erste gemeinsame Tournee nach der Corona-Zeit offenbar kaum erwarten kann.

Foo-Fighters-Frontmann Dave Grohl

Ist Familienurlauber und Rockstar in einem: "Foo Fighters"-Frontmann Dave Grohl.

(Foto: Thomas Frey/dpa)

Und während andere das eher metaphorisch auffassen, meint der Sänger das tatsächlich wörtlich: "Wenn wir auf Tour gehen, ist das wie ein verdammter Familienurlaub. Da gibt's nicht nur Pyrotechnik und Blitzlichter, sondern da gehen unsere Kinder zusammen ins Museum, und die Eltern schleichen sich mal auf eine Zigarette und ein Glas Champagner davon, wenn die Kinder nicht gucken." Wie bei einer normalen Familie eben auch. Bis auf den Champagner.

© SZ/dpa/bix/afis
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