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Norwegen:Suche nach Überlebenden ist beendet

Nach dem Erdrutsch in Norwegen

Bei dem Einsatz in der Ortschaft Ask gehe es nun darum, die Leichen der drei verbliebenen Vermissten zu finden, so die regionale Polizeichefin Ida Melbo Øystese.

(Foto: Fredrik Hagen/dpa)

Sechs Tage nach dem heftigen Erdrutsch in der Nähe von Oslo suchen die Rettungskräfte nicht mehr nach Überlebenden. Drei Menschen gelten noch immer als vermisst.

Seit sechs Tagen suchen Rettungskräfte nach Überlebenden eines verheerenden Erdrutsches in Norwegen. Am Dienstag haben sie diese Hoffnung aufgegeben, teilte die regionale Polizeichefin Ida Melbo Øystese mit. "Die vergangene Woche haben wir alles getan, um Leben zu retten", sagte die Polizistin. "Wir haben alle Gebiete untersucht, in denen man sich es vorstellen konnte, dass jemand überleben könnte. Wir haben alles getan, was in unserer Macht stand. Aber diese Naturkatastrophe hat gewaltige Kräfte gehabt."

Bislang wurden sieben Tote in dem Unglücksgebiet gefunden, darunter auch eine Familie mit einer zweijährigen Tochter. Bei dem Einsatz gehe es nun darum, die Leichen der drei verbliebenen Vermissten zu finden, hieß es weiter. Bei ihnen handelt es sich um zwei Erwachsene und ein 13-jähriges Mädchen.

Die Rettungskräfte mussten die Suche zuvor unterbrechen, da es am Dienstag erneut einen kleineren Erdrutsch gegeben hatte, dabei sei aber niemand verletzt worden, so Einsatzleiter Roy Alkvist.

Am frühen Mittwochmorgen, 30. Dezember, war es in der Ortschaft Ask, etwa 40 Kilometer nordöstlich von Oslo, zu einem heftigen Erdrutsch gekommen. Auf einer Länge von etwa 700 Metern und einer Breite von 300 Metern ging die Erde ab. Der Erdrutsch hinterließ einen riesigen Krater und zerstörte mehrere Häuser der Ortschaft.

© SZ/dpa/kors
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