Nicaragua Meteorit schlägt nahe dem Hauptstadtflughafen ein

Dieses von der nicaraguanischen Armee herausgebene Foto zeigt den Einschlagskrater des Meteoriten.

(Foto: AP)

Sand und Staub werden aufgewirbelt, es riecht verbrannt, Menschen fliehen aus Angst vor einem Erdbeben nach draußen. Doch es ist weder ein Beben noch eine Explosion, die die Bewohner der nicaraguanischen Hauptstadt Managua aufschreckt. Sondern ein Meteorit.

  • Ein Meteorit schlägt am Rand der nicaraguanischen Hauptstadt Managua ein und hinterlässt einen zwölf Meter breiten Krater.
  • Bei dem Einschlag nahe dem Flughafen wird niemand verletzt.

Wissenschaftler bestätigen Meteoriteneinschlag

"Wir sind sicher, dass er von einem Meteoriten stammt", sagte ein Sprecher der Erdbebenwarte am Sonntag zu dem großen Krater, der in der Nacht am Rande von Managua entstanden war, der Hauptstadt Nicaraguas. Er ist zwölf Meter breit und fünfeinhalb Meter tief. Der Einschlag war so heftig, dass er von den Messinstrumenten des Geophysischen Instituts (Ineter) registriert wurde. Die Instrumente verzeichneten "zwei Wellen": eine kleinere von der durch den Einschlag ausgelösten Erschütterung und eine stärkere vom Knall. Es sei noch unklar, ob der Meteorit komplett verbrannt oder in den Boden eingedrungen sei, sagte ein Behördenvertreter. Die Regierung will sich mit US-Geologen über den Vorfall austauschen.

Anwohner glaubten an Explosion

Die Menschen, die am Einschlagort in einem Wäldchen nahe dem Flughafen leben, berichteten, sie hätten zunächst an eine Explosion geglaubt. Flüssigkeit, Sand und Staub seien in die Luft geschleudert worden, dann habe es nach etwas Verbranntem gerochen. Es wurden keine Lichterscheinungen beobachtet. Mehrere Hundert Menschen verließen aus Angst vor einem Erdbeben ihre Wohnungen. Verletzt wurde jedoch niemand. Jährlich werden weltweit etwa fünf Meteoritenfälle registriert.