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Nach dem Wirbelsturm in Birma:Typhus, Cholera und Malaria drohen

Die Lieferung von Trinkwasseranlagen wird in Birma immer dringlicher.

Die Lage in Birma wird immer schlimmer: Es drohen Typhus, Cholera und andere Durchfallerkrankungen. Als weitere Krankheitsgefahr kämen häufig unbehandelte Verletzungen hinzu, die ohne medizinische Versorgung zu Wundinfektionen bis hin zu Tetanus führen könnten, sagt Wolfhard Hammer, Facharzt der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in Eschborn.

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Zyklon in Birma: Menschen leiden - die Hilfe läuft an

Von den Leichen gehe dagegen wie bei anderen Naturkatastrophen kaum eine Gefahr aus, sagte Christiane Haas vom Deutschen Roten Kreuz in Berlin. "Eine Infektionsgefahr durch Leichen ist ein Mythos, der sich hartnäckig hält." Die Mehrzahl der Menschen sei bei im Zyklongebiet nicht an Infektionskrankheiten gestorben und selbst wenn, sei dies keineswegs eine Hauptgefahr. "Die meisten Infektionserreger überleben nicht länger als 48 Stunden in einer Leiche."

Mittelfristig bestehe die Gefahr, dass krankheitsübertragende Mücken im Wasser brüten und sich in dieser Regenzeit stärker ausbreiten als sonst, erläutert Haas. Im Land gebe es generell ohnehin Malaria, Denguefieber und die Hirnerkrankung Japanische B-Enzephalitis.