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Schönheitswettbewerb:Leonie Charlotte von Hase ist die neue "Miss Germany"

Wahl der 'Miss Germany 2020'  in Rust

Glückliche Siegerin: Miss Schleswig-Holstein Leonie Charlotte von Hase wird im Europa-Park zur "Miss Germany 2020" gekürt.

(Foto: Patrick Seeger/dpa)

Die Kielerin ist mit 35 Jahren die älteste Siegerin der Wahl - und die erste Mutter, die den Titel trägt. Möglich wurde das nur, weil die Veranstalter in diesem Jahr die Regeln geändert haben.

Die Online-Unternehmerin Leonie Charlotte von Hase aus Kiel ist die neue "Miss Germany". Die 35-Jährige setzte sich bei der Wahl am Samstagabend im Europa-Park in Rust bei Freiburg gegen 15 Konkurrentinnen durch. "Ich will Deutschland mit Eleganz, Würde, Ausstrahlung und Power repräsentieren", sagte sie nach der Wahl.

Von Hase war nach Angaben des Veranstalters die älteste Teilnehmerin des diesjährigen Wettbewerbs. Sie betreibt einen Internet-Shop für Vintage-Kleidung. Von Hase war im Dezember "Miss Schleswig-Holstein" geworden und hatte sich so für die deutschlandweite Wahl qualifiziert. Ihre Amtszeit als "Miss Germany" beträgt ein Jahr.

Laut den Organisatoren ist die 35-Jährige die älteste "Miss Germany" in der Geschichte des seit 93 Jahren laufenden Wettbewerbs. Zudem ist sie die erste Mutter, die den Titel trägt. Von Hase ist nach eigenen Angaben Mutter eines drei Jahre alten Sohnes. Geboren und aufgewachsen ist sie in Namibia. Seit fünf Jahren lebe sie in Kiel, wie sie sagte. Dort habe ihre Familie ihre Wurzeln. Sie hat, wie von dem Wettbewerb gefordert, die deutsche Staatsangehörigkeit.

Die Macher haben dem Wettbewerb in diesem Jahr neue Regeln gegeben. So wurde die Altersgrenzen für die Bewerberinnen auf 39 Jahre angehoben. Frauen, die jünger als 18 Jahre alt sind, durften im Gegensatz zu früheren Runden nicht mehr teilnehmen. Erstmals um den Miss-Titel bewerben durften sich in diesem Jahr Frauen, die verheiratet sind oder Kinder haben. Eine weitere Neuerung: Die Jury in diesem Jahr ausschließlich aus Frauen - unter anderem der RTL-Moderatorin Frauke Ludowig und der ehemaligen Miss Germany und CSU-Politikerin Dagmar Wöhrl. Nur eines blieb unverändert: Keine der Kandidatinnen darf Nacktfotos gemacht haben.

Die 16 Finalistinnen präsentierten sich bei der Wahl im Abendkleid und in Freizeitmode. Vize-Königin wurde die Studentin Lara Rúnarsson (22) aus Waldbüttelbrunn bei Würzburg in Bayern, Drittplatzierte die Studentin Michelle-Anastasia Masalis (23) aus Hamburg. "Miss Germany" ist laut dem Veranstalter der älteste und bedeutendste Schönheitswettbewerb in Deutschland, es gibt ihn seit 1927.

© SZ.de/dpa/berk/cck
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