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Lübeck:Medikamente für Millionen

Eine Mutter soll ihre gesunden Kinder für krank erklärt haben, um Sozialleistungen zu kassieren.

Eine Mutter, die ihre gesunden Kinder für krank erklärt haben soll, um Sozialleistungen zu kassieren, hat nach Aussage einer Zeugin Medikamente im Wert von mehr als einer Million Euro in ihrem Haus gehortet. Die Arzneien seien durch unsachgemäße Lagerung teilweise verdorben und gefährlich für die Kinder gewesen, sagte eine Amtsärztin des Kreises Ostholstein vor dem Landgericht Lübeck. Die Angeklagte soll vier ihrer fünf Kinder mithilfe gefälschter Arztbriefe und Atteste schwere Krankheiten angedichtet und sie in den Rollstuhl gezwungen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft der 49-Jährigen Misshandlung von Schutzbefohlenen und gewerbsmäßigen Betrug vor.

© SZ vom 19.09.2019 / dpa

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