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London:Vogel setzt Haus in Brand

Rauchen gefährdet die Gesundheit - eine Erfahrung, die nun auch ein Vogel in der britischen Hauptstadt machen musste. Die Feuerwehr geht davon aus, dass das Federtier eine noch glimmende Zigarette in sein Nest im Dachstuhl eines Hauses transportierte. Mit fatalen Folgen.

Neun Menschen müssen in der Nacht zum Donnerstag aus einem Haus im Süden Londons fliehen, weil der Dachstuhl in Flammen steht. Ein Fünftel des Daches wird nach Angaben der BBC beschädigt. Die Feuerwehr sucht zunächst erfolglos nach der Brandursache. "Für lange Zeit war niemand dort oben und es gab keine Elektrik, die ein Feuer hätte auslösen können", heißt es auf der Webseite der London Fire Brigade. Dann finden die Einsatzkräfte eine erstaunliche Erklärung.

Demnach soll ein Vogel eine noch brennende Zigarette auf der Straße aufgepickt und in sein Nest transportiert haben. Dieses sei in Brand geraten, dann hätten die Flammen schnell auf das Dach übergegriffen. Die Feuerwehr fand den Glimmstängel in dem verkohlten Nest, daneben lag das tote Tier.

Anwohner berichteten, dass in der vergangenen Zeit immer wieder Vögel durch ein Loch im Dach geflattert waren. Bei dem Brand wurde - auch dank der aufmerksamen Nachbarn, die den rauchenden Dachstuhl entdeckten - niemand verletzt.

Die Feuerwehr nutzte den Vorfall, um Raucher zur Sorgfalt aufzurufen. "Das zeigt, warum es wichtig ist, dass Sie Ihre Zigaretten ganz ausdrücken - denn Sie können nie wissen, was aus Ihren glimmenden Kippen wird", schreiben die Einsatzkräfte auf ihrer Webseite.

© Süddeutsche.de/feko/ebri
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