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Kriminalität:Getötete Studentin in Freiburg: Anklage wegen Mordes gegen Hussein K.

Der mutmaßliche Täter Hussein K. auf einer privaten Aufnahme.

(Foto: Facebook)

Der Fall sorgte für Aufsehen, weil der mutmaßliche Täter zuvor bereits in Griechenland straffällig geworden war - und die deutschen Behörden davon nichts wussten.

Im Fall der in Freiburg getöteten Studentin hat die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage wegen Mordes gegen den mutmaßlichen Täter Hussein K. erhoben.

K. wird vorgeworfen, im Oktober 2016 in Freiburg eine 19 Jahre alte Medizinstudentin vergewaltigt und ermordet zu haben. Nach Auswertung der Kameraaufzeichnung der Freiburger Verkehrs-AG waren die Ermittler ihm auf die Spur gekommen. Die Polizei hatte an mehreren Stellen in der Nähe des Tatorts DNA des Täters sichern können, unter anderem ein schwarzes Haar mit einer Blondierung. Auf den Aufzeichnungen der Straßenbahn war dann ein Mann zu sehen, mit einer sehr markanten Frisur: schwarzes, aber teilweises blondiertes Haar mit einem Undercut, das zu einem Zopf zusammengebunden war.

K. kam als Flüchtling nach Deutschland. Während der Ermittlungen hatte sich herausgestellt, dass er in Griechenland bereits straffällig geworden war: Auf Korfu hatte er im Mai 2013 eine Studentin überfallen und eine Klippe hinuntergestürzt. Er war in Griechenland deshalb zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Gegen Auflagen wurde er aber im Oktober 2015 vorzeitig entlassen.

Der vorbestrafte Gewalttäter konnte ohne Papiere nach Deutschland einreisen und wurde als minderjähriger Flüchtling anerkannt. Er gab an, 17 Jahre alt zu sein. Nach seiner Festnahme im Fall der getöteten Studentin wurde von der Staatsanwaltschaft ein Altersgutachten in Auftrag gegeben, das nahelegte, dass er zur Tatzeit mindestens 22 Jahre alt war.

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