Nach tödlichem Angriff:Polizei durchsucht Flüchtlingsunterkünfte

Nach tödlichem Angriff: Polizeifahrzeuge stehen vor einer Flüchtlingsunterkunft in Köln, wo eine Razzia stattfand.

Polizeifahrzeuge stehen vor einer Flüchtlingsunterkunft in Köln, wo eine Razzia stattfand.

(Foto: Thomas Banneyer/dpa)

Im März wurde ein 37-Jähriger in Köln durch Schläge, Tritte und Stiche tödlich verletzt. Nun ermittelt die Polizei gegen 18 Männer.

Nach einem tödlichen Angriff auf einen 37-Jährigen im März hat die Polizei am Donnerstagmorgen in Köln und Wuppertal mehrere Wohnungen und Zimmer in Flüchtlingsunterkünften durchsucht. Ermittelt werde gegen 18 Männer im Alter zwischen 17 und 60 Jahren, teilten die Beamten mit. Gegen sie sei wegen des dringenden Verdachts des gemeinschaftlichen Totschlags Untersuchungshaft angeordnet worden.

Allerdings wurde bei der Aktion keiner der Gesuchten angetroffen, wie der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer sagte. Die Männer würden nun europaweit zur Festnahme ausgeschrieben. An dem Einsatz im Morgengrauen waren mehrere Hundert Polizisten beteiligt. Insgesamt sechs Wohnungen und vier Flüchtlingsunterkünfte in Köln und eine Unterkunft in Wuppertal seien durchsucht worden.

Die Auswertung von Videoaufnahmen vom Angriff führte die Mordkommission zu den Beschuldigten. Gemeinsam mit neun weiteren Männern, die noch nicht identifiziert werden konnten, sollen sie einen 37 Jahre alten Mann Anfang März in Köln durch Schläge, Tritte und Stiche tödlich verletzt haben. Der Grund für den Angriff sollen Streitigkeiten zwischen Großfamilien gewesen sein.

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