Havanna Passagiermaschine stürzt auf Kuba ab

Kurz nach dem Start verunglückte eine Boeing 737 mit mehr als 100 Passagieren.

Die Maschine stürzte direkt nach dem Start in Havanna ab.

(Foto: Adalberto Roque/AFP)

In Kuba ist ein Flugzeug mit 104 Passagieren an Bord abgestürzt. Die Maschine in Diensten der staatlichen Fluggesellschaft Cubana de Aviación stürzte nach Angaben des Staatsfernsehens am Freitag kurz nach dem Start in der Nähe des internationalen Flughafens von Havanna ab. Kubas neuer Präsident Miguel Díaz-Canel sprach von einer "hohen Zahl" an Opfern, die Parteizeitung Granma berichtete, lediglich drei Personen hätten den Absturz überlebt. Ihr Zustand sei kritisch.

Vonseiten des Flughafens verlautete, die Boeing 737 sei auf dem Weg in die ostkubanische Stadt Holguín gewesen. Laut Berichten von Augenzeugen lag das Flugzeug nach dem Absturz in einem Feld, schien schwer beschädigt zu sein und zu brennen. Feuerwehrleute spritzten Wasser auf die Wrackteile. Rettungskräfte und Regierungsvertreter suchten den Absturzort auf, darunter Präsident Díaz-Canel. Bewohner der ländlichen Gegend sagten, sie hätten gesehen, wie einige Überlebende von Rettungswagen weggefahren worden seien.

Das Flugzeug soll von der mexikanischen Gesellschaft Damojh geleast gewesen sein, die auch weiter die Besatzung stellte, zwei Piloten und drei Flugbegleiterinnen. Cubana selbst hatte mehrere ihrer veralteten Maschinen in den vergangenen Monaten wegen mechanischer Probleme aus dem Betrieb genommen. Ende April waren beim Absturz eines kubanischen Militärflugzeugs acht Soldaten ums Leben gekommen. Das Transportflugzeug prallte in der Region Artemisa im Westen der Insel gegen einen Berg. Der letzte größere Unfall einer Passagiermaschine auf Kuba hatte sich 2010 ereignet, 86 Menschen starben.