bedeckt München
vgwortpixel

Grausiger Fund in Niedersachsen:Brennende Leichenteile am Straßenrand

Im niedersächsischen Goldbeck haben Autofahrer in der Nacht eine grausige Entdeckung gemacht: Im Abstand von wenigen Kilometern lagen brennende Leichenteile am Straßenrand. Vermutlich von einer Frau. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus.

Autofahrer haben im niedersächsischen Goldbeck bei Buxtehude brennende Leichenteile am Wegesrand entdeckt. Nach ersten Untersuchungen handelt es sich um eine Frauenleiche. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus. Wie die Frau umgebracht wurde, ist völlig unklar.

Brennende Leichenteile am Strassenrand entdeckt

Mitarbeiter der Spurensicherung am Tatort: Die brennenden Leichenteile gehören vermutlich zu einem Frauenkörper.

(Foto: dapd)

Auch die Identität der Toten steht noch nicht fest. "Mit so einem Fall hatten wir hier noch nicht zu tun. Wir stehen ganz am Anfang der Ermittlungen", sagte der Sprecher der Polizei Stade, Rainer Bohmbach. Vermutlich habe der Täter am Freitagabend die Körperteile in Brand gesteckt, um Spuren zu verwischen. Am Samstag fanden Spaziergänger auch den Kopf der Getöteten.

Zur Identifizierung der Toten sei man auf die Hilfe der Rechtsmediziner angewiesen, erklärte der Sprecher. Zudem erhoffen sich die Fahnder von Zeugenhinweisen Erkenntnisse über die Umstände des Verbrechens. Vom Täter fehlte zunächst jede Spur. Bei der Fahndung kamen noch in der Nacht ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und ein Leichenspürhund zum Einsatz.

Am Freitagabend hatte ein Autofahrer die Beamten alarmiert. Beim Vorbeifahren war ihm das Feuer im Unterholz nahe des Örtchens Goldbeck im Landkreis Stade aufgefallen - als er anhielt und nachschaute, machte er die grausige Entdeckung. Etwa eine Stunde später meldete ein zweiter Autofahrer den Fund weiterer Körperteile am Rande eines Weges, etwa drei Kilometer entfernt vom ersten Fundort. Das Gebiet wurde abgesperrt, die Feuerwehr löschte die kleinen Feuer. Die Spurensicherung dauerte die ganze Nacht und wurde am Samstag fortgesetzt.

Am Samstagmorgen fanden Spaziergänger bei einer ehemaligen Kiesgrube schließlich den Kopf der Getöteten im Gras sowie einige Kleidungsstücke. Auch der Kopf sei stark verbrannt gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Bei einer anschließend gestarteten Suchaktion mit etwa 100 Feuerwehrleuten wurden an einer Kreisstraße zwischen Nindorf und Apensen noch mehrere Plastiktüten mit Körperteilen gefunden, die allerdings nicht verbrannt waren.

Die Feuerwehrleute suchten vor allem die Feldwege ab, um die Strecke nachzuvollziehen, die der mutmaßliche Täter gegangen war. Auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera sowie Leichenspürhunde wurden eingesetzt. Die Leichenteile wurden in die Rechtsmedizin nach Hamburg gebracht. Die Polizei erhofft sich von der Obduktion Rückschlüsse auf die Identität der Person und die Todesursache. Ein Ergebnis der Obduktion liegt aber vermutlich erst am Montag vor.

Unterdessen hat die Polizei einen 79-Jährigen als mutmaßlichen Täter festgenommen. Er stehe unter dringendem Tatverdacht, seine 72 Jahre alte Ehefrau getötet zu haben, teilte die Polizei Stade am Samstagabend mit. Die Frau aus Nindorf im Landkreis Stade sei am späten Nachmittag von ihren Verwandten als vermisst gemeldet worden. Der 79-Jährige schwieg zunächst zu den Vorwürfen. Die Polizei sucht nach Zeugen, die am Freitagabend in der Gegend irgendetwas beobachtet haben.

© dpa/dapd/cag/pak/fran
Zur SZ-Startseite