Geschäftstüchtige 13-Jährige Pfadfinderin verkauft Kekse vor Marihuana-Ausgabestelle

"Know your customer" - die alte Verkaufsregel hat sich eine Pfadfinderin in San Francisco zu Herzen genommen und ihren Keks-Verkaufsstand just vor einer Marihuana-Ausgabestelle platziert. Mit bemerkenswerten Resultaten.

117 Kekspackungen in zwei Stunden - für eine Pfadfinderin mit einem Straßenstand ist das ein bemerkenswerter Umsatz. Den hat die 13-jährige Schülerin aus San Francisco ihrem ebenso bemerkenswerten Geschäftssinn zu verdanken.

Sie hatte ihren Verkaufsstand nämlich sinnigerweise - know your customer - vor einer Marihuana-Ausgabestelle platziert. Bereits zuvor hatten sie und ihre Schwester Kekse vor ähnlichen Einrichtungen verkauft. Die Klinik hatte keine Einwände gegen den Stand, Mitarbeiter deckten sich selbst mit Keksen ein. Und auch die Pfadfinderorganisation selbst gab ihren geschäftstüchtigen Mitgliedern ihren Segen.

Es sei ja kein Geheimnis, dass Cannabis stark appetitanregend sei, kommentierte ein Mitarbeiter der Einrichtung, die Marihuana zu medizinischen Zwecken an Patienten ausgibt, den Verkaufserfolg in einem Medienbericht. Man habe also gewusst, dass das für die Bemühungen der Mädchen sehr förderlich sein werde. "Was gäbe es für einen besseren Platz für Pfadfinder, um Kekse zu verkaufen, als vor einer Marihuana-Ausgabestelle?"

Die "schlauste Pfadfinderin Nordamerikas"

Bereits nach 45 Minuten hätten die Pfadfinderinnen Nachschub bestellen müssen, heißt es auf der Facebook-Seite der Einrichtung. Man freue sich auf weitere Verkaufsaktionen und werde die Patienten darüber informieren. Auf der Seite wird die junge Pfadfinderin bereits augenzwinkernd als die "schlauste Pfadfinderin Nordamerikas" gelobt.

Immerhin seien das, so bilanzierte die stolze Mutter einem Medienbericht zufolge, knapp 40 Boxen mehr als im selben Zeitraum vor einem Supermarkt. Ihre beiden Töchter verkaufen demnach ihre Kekse an unterschiedlichen Plätzen, damit sie etwas über Verdienstmöglichkeiten an verschiedenen Standorten lernen können. Außerdem wollte die Frau eigenen Angaben nach die Gelegenheit nutzen, in dem Zusammenhang einige Erklärungen über Marihuana-Konsum und den Einsatz zu medizinischen Zwecken einzustreuen - und als "coole Mutter" zu erscheinen.