Fall Pistorius:Ex-Chefermittler kündigt Job als Polizist

Fall Pistorius: Hilton Botha, der Ex-Chefermittler im Pistorius Fall, hat seinen Job als Polizist aufgegeben.

Hilton Botha, der Ex-Chefermittler im Pistorius Fall, hat seinen Job als Polizist aufgegeben. 

(Foto: AFP)

Erst zwei Wochen ist es her, dass Hilton Botha als Chefermittler im Mordprozess gegen Oscar Pistorius abgesetzt worden war. Jetzt hat der Polizist seinen Job komplett aufgegeben - um mehr Geld zu verdienen.

In der Nacht, in der Paralympicsstar Oscar Pistorius seine Freundin Reeva Steenkamp erschoss, war Hilton Botha der erste Polizist am Tatort. Wenig später wurden Vorwüfe laut, wonach der Chefermittler die Untersuchungen in dem Mordfall schlampig geführt habe. Dann stellte sich auch noch heraus, dass gegen Botha selbst wegen siebenfachen versuchten Mordes ermittelt wird. Die Konsequenz: Der Chefermittler wurde ausgetauscht. Jetzt hat er seinen Job als Polizist komplett aufgegeben.

Zu den Gründen machte der Südafrikaner keine Angaben. Diese seien eine Sache zwischen ihm und der Polizei und würden nicht publik gemacht. Er sei 22 Jahren im Dienst der südafrikanischen Polizei gewesen. Einem örtlichen Radiosender sagte er, seine Kündigung habe nichts mit dem Fall Pistorius zu tun. Er sei schon lange auf der Suche nach einem besser bezahlten Job gewesen, um seinem Sohn das Studium finanzieren zu können und nun habe er diesen gefunden. Wo er nun arbeitet, dazu wollte sich Botha nicht äußern.

Die nach der Mordanklage gegen Oscar Pistorius von dem Olympia-Star engagierte PR-Agentur hat währenddessen die Zusammenarbeit mit dem Sportler und seiner Familie aufgegeben. Die Geschäftsführerin von Vuma Corporate Reputation Management erklärte, die Firma arbeite zwar noch mit Pistorius zusammen und bearbeite täglich 500 Anrufe und 2000 E-Mails, die Vertragsauflösung sei aber eingeleitet worden.

Der weltweit für Aufsehen sorgende Prozess gegen Oscar Pistorius wird am 4. Juni fortgesetzt. Nach einer mehrtägigen Anhörung Ende Februar war der Sportler gegen Zahlung einer Kaution von 85.000 Euro freigelassen worden.

© Süddeutsche.de/AFP/jst
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