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Fall Maddie:Britische Beamte ermitteln in Portugal und Spanien

Unter enormer öffentlicher Anteilnahme suchen Kate und Gerry McCann seit vier Jahren nach ihrer verschwundenen Tochter Madeleine. Auf Drängen des britischen Premiers hat Scotland Yard den Fall erneut aufgegriffen - und Beamte nach Spanien und Portugal entsandt.

Mehr als vier Jahre ist es her, dass die kleine Madeleine McCann aus einem Hotelzimmer in Portugal verschwand. Nun sind britische Polizeibeamte erneut nach Spanien und Portugal geflogen.

Maddies Eltern

Ein neuer Hoffnungsschimmer für Kate und Gerry McCann? Im Zuge neuerlicher Ermittlungen im Fall der verschwundenen Maddie sind britische Ermittler nach Spanien und Portugal gereist. 

(Foto: dpa)

Die Treffen mit den Kollegen dort seien Teil der neuen Überprüfung des Falls gewesen, hieß es von Scotland Yard. Im Mai hatte die Behörde angekündigt, dass es neue Untersuchungen im Fall Maddie geben werden. Was genau bei den Zusammenkünften auf der iberischen Halbinsel besprochen wurde oder ob es gar neue Hinweise gibt, soll jedoch nicht öffentlich gemacht werden. Der Sprecher wollte sich auch nicht zu Vermutungen äußern, dass die Reise im Zusammenhang mit in der britischen Presse aufgetauchten Behauptungen stehe, wonach Madeleine nach ihrem Verschwinden nach Barcelona verschleppt wurde.

Die Polizisten hätten im November drei Tage in Barcelona verbracht. Außerdem seien seit der Wiederaufnahme des Falls insgesamt drei Mal Beamte in Portugal gewesen. "Die Untersuchungen gehen weiter", sagte ein Sprecher von Scotland Yard. "Die Zusammenarbeit mit den portugiesischen Behörden ist sehr gut."

Die damals fast vier Jahre alte Maddie war im Juli 2007 aus dem Hotelzimmer ihrer Eltern an der portugiesischen Algarve verschwunden. Kate und Gerry McCann setzten daraufhin eine einzigartige Suchaktion in Gang. Nichtsdestotrotz wurden die offiziellen Ermittlungen im Juli 2008 zunächst eingestellt.

Die McCanns drängten darauf, dass die Untersuchung wieder aufgenommen wird, und erhielten schließlich Unterstützung von Premierministers David Cameron.

© sueddeutsche.de/dpa/AFP/leja
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