Erster privater Weltraumbahnhof eröffnet:Branson greift nach den Sternen

Schon jetzt verkehren seine Flugzeuge zwischen allen Erdteilen, doch die Welt ist Milliardär Richard Branson nicht genug: In der Wüste von New Mexico eröffnete er jetzt den ersten privaten Weltraumbahnhof.

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Schon jetzt verkehren seine Flugzeuge zwischen allen Erdteilen, doch die Welt ist Milliardär Richard Branson nicht genug: In der Wüste von New Mexico eröffnete er jetzt den ersten privaten Weltraumbahnhof.

Ein weißer Ritter segelt über die Wüste: Mit einer Flugshow des Trägerflugzeugs WhiteKnightTwo hat der britische Milliardär Richard Branson am Montag den ersten kommerziellen Weltraumbahnhof eröffnet, den "Spaceport America". In die Wüste von New Mexico hatte der exzentrische Unternehmer und Abenteurer 150 Menschen geladen, die bereits einen Flug bei seiner Raumfahrtlinie Virgin Galactic reserviert haben.

Richard Branson

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Mit einer Flasche Champagner seilte sich der 61-Jährige an der gläsernen Außenwand eines Hangars ab, um das Gelände nach traditionellem Ritus seiner Bestimmung zu übergeben. Schon im nächsten September sollen von dort aus die ersten kommerziellen Weltraumflüge starten.

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Für umgerechnet 145.000 Euro kann es jeder Privatmann dem ebenfalls bei der Eröffnung zugegenen US-Astronauten Buzz Aldrin gleichtun und zu den Sternen fliegen.

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Schon 145 Tickets hat Virgin Galactic verkauft, im kommenden Jahr soll das Trägerflugzeug WhiteKnightTwo das Raumschiff SpaceShipTwo erstmals in den Himmel tragen, von wo der Weltraumgleiter seine Weiterreise ins All antritt.

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Branson, dem neben Platten- und Mobilfunkimperien auch gewöhnliche Fluglinien gehören, gründete Virgin Galactic 2004, gemeinsam mit dem Luft- und Raumfahrtingenieur Burt Rutan. Bei der Eröffnung des Weltraumbahnhofs in New Mexico hielt er diese Plakette aus den Londoner Büros des Unternehmens in die Kameras.

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Das Gelände nahe der Kleinstadt mit dem vielsagenden Namen Truth or Consequences (Wahrheit oder Konsequenzen) soll zukünftig zwei der Weißen Ritter und fünf SpaceShipTwos beherbergen. Hier sollen sich Weltraumtouristen für ihre Reise ins All vorbereiten und das Bodenpersonal die Flüge überwachen. Geplant ist, dass der WhiteKnightTwo das Raumschiff bis auf gut 15 Kilometer trägt und es dann ausklinkt. Nach wenigen Sekunden zündet das Raketentriebwerk des SpaceShipTwo und schießt es auf steiler Bahn bis an die Grenze zum Weltraum.

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Nicht nur Branson will das All für die Menschheit erschließen. Der vermögende Unternehmer Robert Bigelow steckte ebenfalls Hunderte Millionen in die Weltraumforschungen seines Unternehmens Bigelow Aerospace. Bigelows Firma entwickelt faltbare Module für Raumstationen, die von staatlichen Weltraumprogrammen oder kommerziellen Kunden wie etwa der Pharmaindustrie genutzt werden sollen.

Sergey Brin

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Hauptkonkurrent für Branson dürfte Marktführer Space Adventures sein: Das Unternehmen fungiert allerdings vielmehr als Reisebüro und organisiert für zahlkräftige Kunden Flüge zur Raumstration ISS. 2001 machte Space Adventures den Unternehmer Dennis Tito zum ersten Weltraumtouristen der Geschichte, sechs weitere folgten. Google-Mitbegründer Sergey Brin (Mitte) hält ebenfalls Anteile an dem Raumfahrtkonzern - und will selbst demnächst auch ins All fliegen.

Rechts im Bild: Geschäftsführer Eric Anderson.

Tesla Motors CEO Elon Musk speaks during the Model S Beta Event held at the Tesla factory in Fremont

Quelle: REUTERS

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Ähnlich visionär wie Branson ist allerdings ein anderer Unternehmer: Elon Musk leitete mit Paypal die Internet-Bezahlrevolution ein, bevor er sich mit den Firmen Tesla (Elektro-Sportwagen) und SpaceX an das Umkrempeln der menschlichen Mobilität machte. Mit SpaceX entwickelt er für die Nasa wiederverwendbare Trägerraketen. Damit dürfte er trotz Bransons spektakulärem Weltraumtouristen-Coup künftig die wichtigere Rolle in der Veränderung der bemannten Raumfahrt spielen.

© sueddeutsche.de/AFP/leja
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