bedeckt München 23°

Griechenland:Erdbeben erschüttert Athen

Menschen versuchen ihre Angehörigen zu erreichen. Das Telefonnetz ist nach dem Beben zusammengebrochen.

(Foto: Petros Giannakouris/AP)

Tausende Menschen seien am Freitag auf die Straßen gerannt, erzählen Augenzeugen. Die Erdstöße sollen eine Stärke von 5,1 gehabt haben.

Ein Erdbeben hat Athen erschüttert. Tausende Menschen seien am Freitag auf die Straßen gerannt, erzählten Augenzeugen. Zahlreiche staatliche Gebäude mussten aus Sicherheitsgründen evakuiert werden. Der Zivilschutz versuche, Informationen über die Lage zu sammeln, berichtete das Staatsradio (ERT). Es gab aber nach ersten Erkenntnissen kaum Verletzte.

"Zwei alte unbewohnte Häuser sind eingestürzt. Es gibt keine schwere Verletzungen", sagte der griechische Regierungssprecher Stelios Petsas. Lediglich drei Menschen seien durch herabfallenden Putz von Häusern leicht verletzt worden, hieß es seitens des Rettungsdienstes. Hubschrauber zogen ihre Kreise über Athen, um Schäden festzustellen. In einigen Fällen gab es kleine Erdrutsche, berichtete ERT. Vielerorts fiel der Strom aus. Die Feuerwehr musste ausrücken, um Menschen aus steckengebliebenen Fahrstühlen zu befreien. Zudem brach zum Teil die Telekommunikation zusammen, weil viele Menschen versuchten, ihre Verwandten zu erreichen.

Dem ersten Beben, das vom Geodynamischen Institut von Athen mit 5,1 gemessen wurde, folgten mehrere Nachbeben, die die Menschen erneut in Angst versetzten, wie das Staatsfernsehen (ERT) berichtete. Das Zentrum lag etwa 25 Kilometer nordwestlich der griechischen Hauptstadt in einer Tiefe von 15 Kilometern, sagten Seismologen im Rundfunk. Aus diesem Grund wurde das Beben als stark empfunden.

Antarktis Die Antarktis bebt

Klimaforschung

Die Antarktis bebt

Auf dem Schelfeis entladen sich Spannungen in schwachen "Eisbeben". Forscher haben nun die Ursache entdeckt - und wollen mit den Erschütterungen das Schmelzen der Antarktis erforschen.   Von Tobias Kühn