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Düsseldorf:Schwimmbad führt nach Randale Ausweispflicht ein

Rheinbad in Düsseldorf

Schon am letzten Juni-Wochenende hatten sich im Düsseldorfer Rheinbad mehrere Hundert Jugendliche und junge Männer zusammengetan, um Unruhe zu stiften.

(Foto: dpa)
  • Nach der erneuten Räumung des Rheinbads in Düsseldorf wegen randalierender Besucher hat das Bad eine Ausweispflicht für Besucher eingeführt.
  • Ab Sonntag muss sich jeder Besucher ausweisen können, der in das städtische Bad will.
  • Die Polizei hatte das Freibad am Freitag zum dritten Mal in knapp vier Wochen räumen müssen, weil Jugendliche pöbelten und Bademeister bedrohten.

Das Düsseldorfer Rheinbad führt eine Ausweispflicht für Besucher ein, nachdem es am Freitag erneut zu Randalen und einer Räumung des Geländes durch die Polizei gekommen war. Das sagte eine Sprecherin der Stadt am Samstag. Ab Sonntag muss sich jeder Besucher ausweisen können, der ins das städtische Bad will. Das werde "ein Stück weit eine disziplinierende Wirkung haben", sagte Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD).

Laut Polizei waren am Freitag etwa 60 junge Männer und Jugendliche an dem Tumult beteiligt. Es habe sich dabei ausschließlich um Personen mit Migrationshintergrund gehandelt, sagte ein Sprecher. Insgesamt waren 1500 Badegäste anwesend. Ende Juni war das Schwimmbad schon zwei Mal nach Auseinandersetzungen und kleineren Schlägereien vorzeitig geräumt worden.

Oberbürgermeister Geisel: "Vollkommen inakzeptable" Provokation

Die Polizei berichtete am Samstag, es seien zwei Ermittlungsverfahren eingeleitet worden: eines wegen Beleidigung eines Polizisten, ein weiteres wegen Bedrohung und Beleidigung einer Bademeisterin. Der Streit hatte sich offenbar daran entzündet, dass die Gruppen Rutschbahn und Sprungturm für sich allein beanspruchten. Als die Jugendlichen sich nicht an die Anweisungen des Personals hielten, war die Polizei verständigt worden, die mit 20 Mann vor Ort war.

Oberbürgermeister Geisel sprach von einer erneuten Provokation, die "vollkommen inakzeptabel" sei. Die Bürger müssten sich jederzeit in den Bädern der Stadt sicher fühlen. Er wolle am Montag in Gesprächen mit den Entscheidungsträgern im Rathaus die Konsequenzen konkretisieren.

Schon am letzten Juni-Wochenende hatten sich in dem Freibad mehrere Hundert Jugendliche und junge Männer zusammengetan. Ihrer Sprache und ihrem Aussehen nach seien viele von ihnen nordafrikanischer oder arabischer Herkunft gewesen, hatte ein Polizeisprecher damals gesagt. Daraufhin wurde ein Sicherheitsdienst beauftragt, der nun erneut verstärkt werden soll.

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