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Der Fall Kachelmann:Kein Ende einer Affäre

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Jörg Kachelmann hat "das Vertrauen in die Justiz zurückgewonnen", Claudia D., mit Perücke und Hut verkleidet, nennt das Urteil einen "Justizskandal".

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Jörg Kachelmann ist nach seinem Erfolg im Zivilprozess rehabilitiert. Er muss nicht mehr mit dem Verdacht leben, ein Vergewaltiger zu sein. Für seine Ex-Partnerin ist die Angelegenheit wohl noch lange nicht vorbei.

Auf hoher See und vor Gericht sei man in Gottes Hand, sagt der Volksmund. Auf hoher See mag das zutreffen, wenn man unterstellt, dass für Sturm und Seegang Gott die zuständige Instanz ist. Vor Gericht aber ist der Mensch definitiv nicht in der Hand Gottes, sondern der Juristen. Oder, immer öfter, in der Hand der Sachverständigen. Der ehemalige Wettermoderator Jörg Kachelmann, von seiner Ex-Freundin der Vergewaltigung bezichtigt, kann davon ein Lied singen. Nach seinem Freispruch im Strafprozess aus Mangel an Beweisen, was gemeinhin als Freispruch zweiter Klasse gilt, ist er nun, fast fünfeinhalb Jahre später, im Zivilverfahren rehabilitiert worden. Was zwei Fragen aufwirft: Wie kann das passieren? Und: Wie geht es jetzt weiter?

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