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Eifersuchtsdrama in Berlin:Zwei Frauen sterben durch Schüsse

Auf offener Straße hat ein Mann auf das Auto seiner Ex-Freundin geschossen. Eine Frau starb noch am Tatort, eine weitere erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen. Ein Mann schwebt in Lebensgefahr. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus.

Vermutlich aus Eifersucht hat ein 25-jähriger Mann am Donnerstag in Berlin auf offener Straße auf mehrere Personen geschossen. Zwei Frauen wurden bei der Schießerei getötet.

Schießerei in Berlin

Nach der Schießerei in Berlin sperrte die Polizei den Tatort weiträumig ab.

(Foto: dpa)

Der Mann feuerte gezielt auf ein Auto, in dem seine Ex-Freundin saß. Die Frau erlitt einen Schock, blieb aber unverletzt. Der bewaffnete Täter befindet sich auf der Flucht. "Wir gehen von einem Beziehungsdrama aus", sagte Polizeisprecher Michael Maaß der Süddeutschen Zeitung.

Nach ersten Informationen hatte der Täter vormittags in Berlin-Gesundbrunnen an der Ecke Kolberger Straße/ Wiesenstraße gelauert, bis seine Opfer in den Wagen stiegen. Als die Insassen gerade ausparken wollten, eröffnete er mit einer Pistole das Feuer. Die Kugeln durchschlugen die Seitenfenster, das Auto kam in der ruhigen Wohnstraße quer auf der Fahrbahn zum Stehen. Dann flüchtete der 25-Jährige.

Eine Insassin des Wagens erlag noch am Tatort ihren Verletzungen, herbeigerufene Notärzte konnten ihr nicht mehr helfen. Die anderen beiden Opfer kamen nach Angaben der Polizei mit lebensgefährlichen Schussverletzungen ins Krankenhaus, sie wurden sofort operiert. Besonders der Zustand der Frau sei nach Angaben eines Polizeisprechers besonders kritisch gewesen. Die Frau erlag schließlich ihren schweren Verletzungen.

Zuvor hätten beide Opfer vor dem Transport ins Krankenhaus noch Angaben zum Täter gemacht, hieß es bei der Polizei. Die frühere Lebensgefährtin des 25-Jährigen, wie auch ein Mann, der bei dem Angriff neben dem Auto stand, konnten von den Ermittlern zunächst nicht befragt werden, weil sie unter schwerem Schock standen.

Kriminalbeamte der Berliner Polizei sperrten den Tatort weiträumig ab. Mitarbeiter der Spurensicherung stellten in der Kolberger Straße Geschosshülsen aus einer Pistole sicher. Die Dritte Mordkommission übernahm die Ermittlungen, auch ein Sonderkommando ist im Einsatz, um bei der Fahndung nach dem Täter zu helfen.

© sueddeutsche.de/dpa
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