Bahn Technischer Defekt löste ICE-Brand aus - Strecke weiter gesperrt

Ausgebrannter Zugwaggon nahe Dierdorf.

(Foto: Thomas Lohnes)
  • Das Feuer, das am Freitag in einem ICE auf der Schnellstrecke Frankfurt-Köln ausgebrochen ist, ist auf einen technischen Defekt zurückzuführen.
  • Ein Bundespolizist hatte den Brand an Bord bemerkt und die Evakuierung eingeleitet. 510 Passagiere wurden in Sicherheit gebracht.
  • Die Strecke ist seit dem Unglück gesperrt - nach aktuellem Stand bis Sonntagabend.

Ein technischer Defekt war die Ursache für das Feuer in einem ICE auf der Schnellstrecke Frankfurt-Köln. Wie es genau zu dem Brand kommen konnte, müssten aber weitere Untersuchungen klären, heißt es von Bundespolizei und Deutscher Bahn. Eine Einwirkung von außen schlossen die Ermittler aus. Der Südwestrundfunk (SWR) berichtet, der Defekt sei an einem Trafo gewesen. Dazu äußerten sich Bundespolizei und Bahn zunächst nicht.

Das Feuer war am Freitagmorgen in einem Waggon ausgebrochen und hatte auf einen zweiten übergegriffen. Der Zug kam in der Nähe des rheinland-pfälzischen Dierdorf zum Stehen, 510 Passagiere wurden in Sicherheit gebracht, die viel befahrene Schnellstrecke zwischen Frankfurt und Köln wurde gesperrt. Die nahe Autobahn 3 musste wegen der starken Rauchentwicklung und des Feuerwehreinsatzes zeitweise ebenfalls gesperrt werden. Während die Autobahn schon am Freitagvormittag wieder freigegeben wurde, bleibt die Bahnstrecke nach jetzigem Stand noch das komplette Wochenende gesperrt.

Kreisbrandinspektor Werner Böcking nannte es einen "sehr glücklichen Umstand", dass ein Mitarbeiter der Bundespolizei mit im Zug saß sowie weitere Angehörige von Hilfsorganisationen. Unter anderem sei ein Mitglied einer Flughafenfeuerwehr an Bord gewesen. "Die Leute waren sehr diszipliniert, sehr ruhig", sagte einer der Retter mit Blick auf die Passagiere. Außerdem habe man Glück gehabt mit dem Wetter - trocken und verhältnismäßig warm.

Bundespolizei-Sprecher Christian Altenhofen schilderte, sein Kollege an Bord habe den Rauch bemerkt und die Rettung eingeleitet. Die Schwierigkeit sei unter anderem gewesen, dass der Zug noch an der Stromleitung hing. Der Bundespolizist habe um diese Gefahr gewusst und auch im Blick gehabt, dass in der Gegenrichtung noch Züge unterwegs sein könnten. Er habe die Menschen in einem bestimmten Korridor und in eine bestimmte Richtung aussteigen lassen.

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