Auf Waggon geklettert Jugendlicher von Stromschlag getötet

Güterbahnhof am Prenzlauer Berg: Es ist bereits der zweite schwere Unfall in diesem Jahr.

Gemeinsam mit anderen Jungs ist ein 15-Jähriger am zweiten Weihnachtsfeiertag in Berlin unterwegs, in einem Güterbahnhof klettert er auf einen Waggon. Der Stromstoß aus der Oberleitung ist tödlich.

Im Fall eines Jugendlichen, der am zweiten Weihnachtsfeiertag auf einem Berliner Güterbahnhof tödlich verunglückte, hat sich ein erster Verdacht bestätigt: Der 15-Jährige wurde von einem Stromstoß getötet.

Ersten Ermittlungen zufolge war der Jugendliche am Donnerstagabend auf einen Kesselwagen geklettert, wie die Polizei mitteilte. Ein Begleiter des Getöteten schilderte der Polizei, er habe plötzlich einen Knall gehört und einen Lichtblitz gesehen. Danach sei der 15-Jährige vom Waggon gefallen.

Zeugen in der Nähe des Unglücksorts hätten zunächst ein Feuer am Kesselwagen vermutet und die Feuerwehr alarmiert, teilte die Polizei mit. Als die Rettungskräfte eintrafen, sei der Jugendliche schon tot gewesen. Es gebe keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden.

Bereits am 17. Mai dieses Jahres war ein neun Jahre alter Junge auf dem Firmengelände an der Greifswalder Straße auf einen Kesselwagen geklettert und von einem Stromschlag schwer verletzt worden.

Am 23. Juni erlitt ein 14-Jähriger beim Spielen an einer Nebenstrecke der Pressnitztalbahn bei Lübbenau einen tödlichen Stromschlag. Der Junge hatte ebenfalls einen Kesselwagen erklommen und dort die Oberleitung berührt. Ebenfalls in Brandenburg kam am 24. November ein 13-jähriger Junge auf dem Bahnhofsgelände in Rathenow einer Hochspannungsleitung mit etwa 15.000 Volt zu nah, als er auf einen Güterwaggon kletterte. Der Junge erlitt schwerste Verbrennungen und starb wenige Tage später im Krankenhaus.