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Ägäis:Dutzende Flüchtlinge ertrinken im Mittelmeer

Bei zwei Bootsunglücken vor den griechischen Inseln sterben allein am Freitag 22 Flüchtlinge, darunter 13 Kinder. Griechenlands Premier Tsipras zeigt sich bestürzt.

Vor den griechischen Inseln sind erneut mehrere Flüchtlingsboote gekentert und zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Aus einem vor Kalymnos havarierten Boot konnten am Freitag 19 Menschen nur noch tot geborgen werden, wie die griechische Küstenwache mitteilte. 139 Menschen konnten aus der aufgewühlten See gerettet werden. Vor Rhodos ertranken drei Menschen. Sechs Personen überlebten das Unglück. Unter den 22 Toten der beiden Unglücke sind 13 Kinder.

Bereits am Mittwochabend war vor der Insel Lesbos ein hölzernes Boot auseinandergebrochen. Dabei starben mindestens 16 Menschen, 274 wurden gerettet.

"Als Mitglied der Führung Europas schäme ich mich"

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Keine Grenzen mehr zwischen den Ländern - auf der ganzen Welt? Die Forderung klingt weltfremd, unseriös, naiv. Nur wird es in der Realität wohl genau darauf hinauslaufen.   Von Andreas Zielcke

Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras äußerte sich bestürzt über die Flüchtlingstragödien. "Als Mitglied der Führung Europas schäme ich mich", sagte er. Ein Land schiebe das Problem dem anderen zu. "Die Wellen spülen nicht nur Migranten, sondern auch die europäische Kultur an Land", sagte Tsipras.

Trotz schlechten Wetters und rauer See versuchen täglich Hunderte Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Seit Jahresbeginn sind mehr als eine halbe Million Flüchtlinge auf den griechischen Inseln angekommen. Tausende ertranken.