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Zur Rettung des Lainbachwalds:Beinahe ein Bürgerentscheid

Beinahe wäre 2017 erstmals im Klosterdorf ein Bürgerentscheid in Gang gesetzt worden. Mehr als 500 Benediktbeurer unterschrieben seit August das Bürgerbegehren der Bürgerinitiative zur Rettung des Lainbachwalds. Der soll teilweise abgeholzt werden um Platz zu machen für eine Erweiterung des bestehenden Gewerbegebiets am Mondscheinweg. Der Gemeinderat lehnte den Bürgerentscheid jedoch ab, aus rechtlichen Gründen: Die BI hatte in ihrer Begründung davon gesprochen, der Wald sei ein Biotop. Diesen Status widerrief die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt aber im September -ohne die BI zu informieren. Der Gemeinderat lehnte Anfang November das Bürgerbegehren ab, wegen der falschen Tatsachenbehauptung.

Die BI-Leute um Gemeinderat Cölestin Allgäuer, Hans Schwaiger, Claudia Wenzl und Anton Maier waren zunächst sauer, erwägten eine Klage. Am 22. Dezember teilten sie jedoch mit, dass sie davon absehen wollen, weil das die weitere Debatte nur verzögern würde. Sie wollen nun darüber diskutieren, ob sich Betriebe heimischer Handwerker wie Ofen- und Heizungsbauer sich nicht innerhalb des Orts in einem Mischgebiet ansiedeln könnten. Dort wären auch Wohnungen möglich, das Gewerbegebiet könnte kleiner ausfallen. Bürgermeister Hans Kiefersauer hat derweil angekündigt, statt eines zehn Meter breiten Waldstreifens einen 40 Meter breiten am Lainbach stehen zu lassen.