Wolfratshausen:Wieder stirbt ein Mensch an Corona

Corona-Inzidenzwerte

Bad Tölz-Wolfratshausen 95,9

Landkreis München 90,1

Weilheim-Schongau 84,5

Quelle: Robert-Koch-Institut

Die Pandemie hat im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ein weiteres Todesopfer gefordert. Wie die Kreisbehörde am Dienstag mitteilte, ist eine Person Jahrgang 1959 ohne vollständigen Impfschutz im Zusammenhang mit der Virusinfektion gestorben. Damit erhöht sich die Gesamtzahl auf 81.

Die Corona-Fallzahlen im Landkreis sinken derweil nur langsam. Bis Dienstag waren 202 Menschen positiv auf Corona getestet. Bei 111 von ihnen wurde eine Virusmutante festgestellt. 37 der 202 sind symptomfrei, allerdings müssen sich zwölf der Infizierten stationär behandeln lassen. Drei dieser zwölf Erkrankten liegen auf der Intensivstation, zwei von ihnen müssen zudem beatmet werden. Auf Nachfrage Ende vergangener Woche erklärt die Kreisbehörde, dass von denjenigen, die bis dahin im Krankenhaus behandelt werden mussten, keiner vollständig geimpft war. Unter den insgesamt positiv Getesteten sei etwa ein Viertel Reiserückkehrer. "Im Zahlenvergleich sind es mehr Fälle aus Italien und der Türkei".

Zu Beginn dieser Woche waren etwa 68 250 Landkreisbürger vollständig immunisiert. Auch wenn diejenigen, die im Landkreis wegen einer Covid-19-Infektion im Krankenhaus liegen, ohne vollständigen Impfschutz sind, häufen sich bundesweit die Berichte über Impfdurchbrüche, also Fälle, in denen sich Menschen trotz Immunisierung angesteckt haben. Eine genaue Zahl, bei wie vielen Landkreisbürgern bislang ein solcher Impfdurchbruch festgestellt worden ist, lasse sich zwar nicht nennen, so die Kreisbehörde. Sie bewegten sich aber prozentual im Landes- und Bundesdurchschnitt. Auch dazu, ob und wie viele Menschen im Landkreis sich inzwischen auf Antikörper haben testen lassen, weil sie befürchten, die Impfung könnte nicht den gewünschten Schutz gebracht haben, kann die Kreisbehörde auf Nachfrage keine Zahlen nennen. Dritte Impfungen wurden bislang noch nicht im Landkreis durchgeführt. Aber: "Die von der Gesundheitsministerkonferenz beschlossenen Auffrischungsimpfungen beginnen in den nächsten Tagen in den Alten- und Pflegeheimen", erklärt die Kreisbehörde.

Die Impfkampagne wird derweil immer mehr über die mobilen Teams abgewickelt, zum Ende des Monats soll das Impfzentrum Tölz geschlossen werden. "Die mobilen Teams sind technisch so ertüchtigt, dass der Transport sowie die Lagerung ohne Unterbrechung der Kühlkette gewährleistet werden kann", erklärt das Landratsamt bezüglich der Impfstoff-Logistik. Aber: "Leider hat die schwindende Impfbereitschaft auch dazu geführt, dass Impfstoffe verfallen sind." Das sei allein dem Umstand geschuldet gewesen, dass es zu wenig Impfbereite gab. Wie viele Dosen letztlich bis dato im Landkreis verfallen sind, lasse sich jedoch nicht beziffern.

© SZ vom 22.09.2021 / cjk
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