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Wolfratshausen:Neue Auswahl im Schwankl-Eck

KIL präsentiert Keramik, Schmuck und Papierarbeiten

Seit mehr als einem Monat läuft der "Call & Collect"-Schaufensterverkauf im Wolfratshauser Schwankl-Eck. Geboten ist Kunsthandwerk aus der Region. Initiatorin Daniela Satzinger, Mitglied im Kulturverein Isar Loisach (KIL), hat nun die Schaufenster umdekoriert und anderen Kreativen Platz gemacht. Dazu gehören Tina Pause und ihre Tochter Rosa, die Keramik mit dezenten Verzierungen präsentieren, sowie Anna Hössle, die für ihre filigranen Papierlampen bekannt ist. Juliane Welz aus Geretsried zeigt Schmuckkreationen mit Halbedelsteinen, Stephie Bieda Betonschalen und Papierschöpfarbeiten mit Pflanzen und Blüten.

Natürlich seien Messen und Märkte, die aufgrund der Pandemie ausfallen, durch die Schaufenster-Aktion nicht zu ersetzen, sagt Satzinger. "Anders als bei einem Stand hat man eine gewisse Distanz zu den Stücken." Deshalb sei die Anordnung und Aufbereitung der Kunstwerke wichtig und nehme bei der Vorbereitung die meiste Zeit in Anspruch. Für die Präsentation der Schmuckstücke etwa hat Satzinger Garnspulen mit Farbe besprüht und Hölzer mit Rinde verziert. "Damit das besser ins Auge fällt." Die Resonanz sei bislang eher verhalten, räumt sie ein. "Leider ist es immer noch relativ ruhig. Ich hoffe, es kommt noch ein bisschen Schwung in die Sache." Ein paar Stücke seinen immerhin verkauft worden. Zudem hätten einige Leute mittlerweile realisiert, "dass im Schaufenster des Schwankl-Ecks etwas los ist", sagt sie. Aufhören möchte sie deswegen nicht, das Projekt soll noch bis zum Ende des Lockdowns weitergeführt werden. "Wir bleiben kreativ."

Etwa alle drei Wochen will sie das Angebot wechseln. Wer auf der Suche nach einem ausgefallenen Geschenk ist, kann derzeit zwischen 19 Euro für ein Armband und 300 Euro für ein einzigartiges Lichtobjekt ausgeben. Interessenten können sich bei ihr unter info@kunstturm.de oder unter der 08171/48 20 79 melden. Man solle nicht zu schüchtern sein, ermuntert die Initiatorin potenzielle Käufer. Sollte einem ein Stück bei der Übergabe doch nicht hundertprozentig gefallen, müsse man es natürlich nicht kaufen.

© SZ vom 25.02.2021 / heho
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