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Wolfratshausen:Lobby fürs Lehrschwimmbad

Wolfratshauser Bündnis fordert "zukunftsweisende Entscheidung"

Kurz vor der entscheidenden Stadtratssitzung am Mittwoch, 14. Oktober, haben sich zahlreiche potenzielle Nutzer noch einmal klar für ein Lehrschwimmbecken an der Wolfratshauser Hammerschmiedschule ausgesprochen. Ein Bündnis aus dem Elternbeirat der Grund- und Mittelschule, der Volkshochschule, der Reha-Sport-Gemeinschaft, des DLRG-Ortsverbands Schäftlarn-Wolfratshausen sowie Hannelore Kasperbauer als Vertreterin der Wolfratshauser Hebammen wünscht sich eine laut Presseerklärung "mutige und zukunftsweisende Entscheidung der Stadträte". Das Gremium muss beschließen, welche Module bei der Sanierung der Grund- und Mittelschule verwirklicht werden sollen. Laut derzeitiger Beschlusslage gehört das Lehrschwimmbecken noch dazu. Es soll nach aktueller Schätzung jedoch 3,9 Millionen Euro kosten. Wegen der Corona-Pandemie hat der Stadtrat erklärt, Einsparungen treffen zu müssen. Zudem muss Wolfratshausen mehr als 100 000 Euro im Jahr an Betriebskosten für das interkommunale Hallenbad in Geretsried ausgeben.

Für das Bündnis, das bei allen Fraktionen mit einem Nutzungskonzept auf Werbetour war, liegen die Vorteile eines Lehrschwimmbeckens "klar auf der Hand: Kurze, bekannte Wege durch die Einbettung in den Schulcampus und ein kompaktes, übersichtliches Becken ausgestattet mit allem, was für vielfältige Wassersportangebote notwendig ist", heißt es in der Mitteilung. "Von Schwangerschafts- und Babyschwimmen über die klassische Schwimmausbildung bis hin zu den Angeboten für Menschen mit Handicap und Senioren wird das Bad auf jeden Fall für alle Wolfratshauser Bürger etwas bieten können sowie gut ausgelastet und sinnvoll genutzt sein." Das Schwimmbecken werde "auch dann noch von zentraler Bedeutung für Wolfratshausen sein, wenn wir Corona längst hinter uns gelassen haben", betont der DLRG-Vorsitzende Robert Klingel.

Auch Renato Wittstadt spricht sich im Namen des BLSV-Sportkreises, dessen Vorsitzender er ist, für den Bau des Lehrschwimmbeckens aus. "Inhaltlich teile ich die bereits veröffentlichten Argumente der DLRG Schäftlarn-Wolfratshausen, dass wir unseren Kindern angesichts der vielen Gewässer unbedingt am Ort die Möglichkeit zum Schwimmen-Lernen bieten sollten", erklärt er. "Deshalb sollte dieses Vorhaben durch die Stadt Wolfratshausen vorrangig finanziert werden."

© SZ vom 14.10.2020 / aip

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