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Wahl in Lenggries:Ein Junger, ein Neuer und ein Erneuter

Rathaus Lenggries

Wer sitzt künftig auf dem Chefsessel im Lenggrieser Rathaus? Die Entscheidung soll am 13. September fallen.

(Foto: Manfred Neubauer)

Drei Kandidaten bewerben sich ums Amt des Lenggrieser Bürgermeisters - jeweils einer von den Freien Wählern, den Grünen und der SPD

Von Petra Schneider, Lenggries

Am 13. September wählen die Lenggrieser Bürgerinnen und Bürger einen neuen Rathauschef. Nach dem völlig überraschenden Tod von Markus Landthaler, der im Juni nach nur sechs Wochen im Amt an einem Herzinfarkt gestorben ist, sind Neuwahlen nötig. Drei Kandidaten treten an: Stefan Klaffenbacher (FWG), Klaus Hanus (Grüne) und Tobias Raphelt (SPD). Die SZ hat sie zu einigen Themen befragt.

Die Freien Wähler schicken einen jungen Kandidaten ins Rennen. Stefan Klaffenbacher, 33, ist Maschinenbaumeister und Nebenerwerbslandwirt auf dem elterlichen Hof. Er ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder. Ein politisches Mandat übt er bislang nicht aus; im März hatte er auf Listenplatz 16 für den Gemeinderat kandidiert. Klaffenbacher ist seit sieben Jahren Mitglied der Freien Wähler, davon fünf Jahre im Vorstand.

Der 45-jährige selbständige Zimmerermeister Klaus Hanus ist der Überraschungskandidat der Grünen. Der zweifache Familienvater und Sohn des langjährigen SPD-Gemeinderats Helmut Hanus hat sich auch bei den anderen Gruppierungen als Bürgermeisterkandidat vorgestellt. Bei den Grünen habe es am besten gepasst, sagt er. Eine Einschätzung, die der Ortsverband teilt; man habe "schnell zugeschlagen", hieß es bei der Nominierungsversammlung. Hanus, der seit 20 Jahren eine eigene Zimmerei in Fleck betreibt, verfügt bislang noch nicht über kommunalpolitische Erfahrung.

Tobias Raphelt, überzeugter Sozialdemokrat und seit 1991 Parteimitglied, hat vor zwei Jahren die Leitung des schwächelnden Lenggrieser Ortsvereins übernommen. Der IT-Servicemanager hat bereits bei der Kommunalwahl im März kandidiert und einen Sitz im Gemeinderat errungen. Als Bürgermeisterkandidat blieb er mit acht Prozent allerdings weit abgeschlagen. Dennoch tritt er im September erneut an, weil seine Entscheidung für eine Kandidatur unverändert stehe, wie er sagt. Raphelt lebt in Schlegldorf und hat zwei Kinder.

© SZ vom 09.09.2020

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