Tölzer Stadtpolitik:Wandelhalle und Hotel

Stadträte befassen sich mit Zukunft des Kurviertels

Mit heiklen Themen müssen sich die Tölzer Stadträte in dieser Woche befassen. An erster Stelle steht die Zukunft der Wandelhalle im Kurviertel. Für das 1930 eröffnete Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, hat Anton Hoefter einen Vorbescheidsantrag für den städtischen Bauausschuss eingereicht, der am Donnerstag, 28. Oktober, 17 Uhr, im Sitzungssaal des Rathauses tagt.

Der Vorstandsvorsitzende der Jodquellen AG hatte erst vor Kurzem seine Pläne vorgestellt: So soll in der Rotunde zur Ludwigspromenade hin ein Restaurant einziehen, dahinter ein Veranstaltungs- und Tagungssaal entstehen; in die lange Halle sollen sodann zwölf bis 15 Wohnungen eingebaut werden, am Ende ist Kultur im ehemaligen Konzertsaal vorgesehen. Im Rathaus steht man einer solchen Nutzung skeptisch gegenüber, zumal da über die Normenkontrollklage der Jod AG gegen die Bebauungspläne der Stadt noch nicht entschieden ist. Dies zeigt auch die Tagesordnung des Stadtrats, der im Plenum am Donnerstag, 26. Oktober, 17 Uhr, im Saal des Rathauses zusammentritt: Darauf steht der Erlass einer Veränderungssperre für den Bebauungsplan "Wandelhalle - SO Veranstaltungs- und Tagungsstätte mit Gastronomie".

Ums Kurviertel dreht sich auch die Veränderungssperre, die noch für das Gebiet des Bebauungsplans "SO Hotel Seppstraße" beschlossen werden soll. Dabei geht es um das Areal nordöstlich der Breumayerstraße, westlich der Seppstraße und südlich der Buchener Straße. Ziel ist es, westlich der Seppstraße ein Hotel zu ermöglichen. Nach der Machbarkeitsstudie, die von der Treugast GmbH voriges Jahr vorgelegt wurde, könnte dort ein Limited-Service-Ferienhotel mit circa 100 Zimmern und einem Angebot für Gastronomie, Fitness und Meetings entstehen. Damit sollen preisbewusste Gäste und Aktivurlauber angesprochen werden.

Und noch ein strittiges Projekt steht auf dem Programm des Stadtrats: Der Bau von Doppelhäusern, Dreispännern und Einfamilienhäusern im Baugebiet Hintersberg II. Dagegen sind momentan zwei Klagen von Anliegern anhängig. Über den Stand dieser Prozesse und über das weitere Bewerbungsverfahren für die Zwickerwiese sollen die Tölzer Stadträte ebenfalls unterrichtet werden.

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