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Suche nach Markenkern:Was Wolfratshausen ausmacht

(Foto: Hans Lippert/Mauritius)

Die Loisach, die historische Altstadt, den Bergwald, die Flößerei: Wolfratshausen hat einiges zu bieten, was andere Städte nicht haben. Was die Stadt ausmacht, soll nun in eine Dachmarke fließen. Sie zu erstellen, ist eines der Aufgabenfelder von Stadtmanager Stefan Werner. Das "möglichst klare Profil mit hohem Wiedererkennungswert" soll die positiven Attribute der Stadt griffig vereinen, und zwar so, dass sich alle Wolfratshauser darin wiederfinden. Mit Hilfe eines externen Büros soll das "Dachmarkenkonzept", das auch das etablierte Attribut der "Flößerstadt" aufgreifen soll, bis Ende kommenden Jahres erstellt werden.

Einen ersten Sachstandsbericht hat Werner kürzlich im Stadtrat vorgelegt. Im Sommer hatte er Bürger aufgerufen, sich mit der Frage, was Wolfratshausen ausmacht, zu befassen. Zudem wurden Fragebögen an ausgesuchte Wolfratshauser verteilt. Danach gab es einen nicht-öffentlichen Workshop mit 40 Teilnehmern aus Stadtrat, Verwaltung, Gewerbe und Vereinen. Werner betonte, dass der Prozess noch am Anfang sei. Derzeit sei man noch damit beschäftigt, das "Eigenimage" zu erfassen. Dennoch gaben die Ergebnisse, die er kurz anriss, auch einen Einblick in den Inhalt der bisherigen Überlegungen: Am meisten genannt wurden demnach die Merkmale internationale Flößerstadt, die mehr als 1000-jährige Geschichte, sowie der Wohnstandort mit hoher Lebensqualität. Im Workshop seien auch die Natur in der Stadt, die Zentralität und die kurzen Wege sowie die gute Vernetzung hervorgehoben worden. "DIE Stadt zwischen München und den Alpen" war laut Werner ein Slogan, der genannt wurde. Ein anderer: "Stadt, Land, Fluss - ein Erlebnisgenuss".

Im kommenden Jahr sollen laut Stadtmanager Werner eine Wettbewerbsanalyse in Hinblick auf andere Städte der Region und eine Analyse des "Fremdimages" (wie andere über Wolfratshausen denken) vorgenommen werden. Zudem soll es noch zwei weitere, wiederum nicht-öffentliche Workshops geben. Alle Ergebnisse sollen dann in den Endbericht zum Dachmarkenkonzept, das sogenannte "Brandbook", einfließen, den das beauftragte Büro ISR laut Werner voraussichtlich im September 2020 vorlegen wird.