Reden wir über:Die Rückkehr auf die Skipisten

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Reden wir über: Bergbahnchef Peter Lorenz vor einer alten Preistafel und einem Werbeschild.

Bergbahnchef Peter Lorenz vor einer alten Preistafel und einem Werbeschild.

(Foto: Harry Wolfsbauer)

Peter Lorenz spricht über den Saisonstart am Brauneck

Interview von Benjamin Engel, Lenggries

Am kommenden Wochenende beginnt auf dem Brauneck wie in weiteren Gebieten des Alpen Plus-Verbunds wieder der Skibetrieb. Pünktlich zu den jüngsten Schneefällen hat die bayerische Staatsregierung die Corona-Vorschriften für Lifte gelockert. Für Skifahrer gilt statt der 2-G-Plus- nur noch die 2-G-Regel. Wer geimpft und genesen ist, kann die Anlagen also nutzen. Der SZ verrät der Geschäftsführer der Wallberg- und Brauneckbahn, Peter Lorenz , wofür er dennoch einen Sicherheitsdienst braucht.

SZ: Herr Lorenz, derzeit schneit es bis ins Tal , für den kommenden Sonntag sind längere Sonnenphasen am Berg vorhergesagt - und Sie dürfen jetzt mit 2 G öffnen. Sind Sie erst einmal wunschlos glücklich?

Peter Lorenz: Wunschlos glücklich ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Aber glücklich bin ich schon, dass es endlich losgeht. Die Schneeverhältnisse waren zwei Wochen vor Weihnachten schon lange nicht mehr so gut wie heuer. Und mit 2 G können wir leben. Wir sind froh, dass wir loslegen können.

Fürchten Sie nicht einen großen Ansturm auf die Skigebiete wie am Brauneck?

Einen großen Ansturm wird es, glaube ich, nicht geben. Ich denke, dass um die 20 Prozent der Skifahrer nicht geimpft sind. Das wird sich ja vergleichbar wie in der ganzen Bevölkerung so durchziehen. Und die kommen schon einmal nicht. Wir sind jedenfalls gerüstet. Schauen wir einmal, wie sich das entwickelt.

Aber zu kontrollieren, ob jemand geimpft oder genesen ist, bedeutet doch sicher mehr Aufwand?

Der Aufwand ist da. Es kann auch Warteschlangen geben. Aber wir versuchen sicherzustellen, dass die Leute schnell auf die Piste kommen. Am Brauneck machen wir dafür dann eben eine Kasse mehr auf als üblich. Zusätzlich haben wir einen Sicherheitsdienst engagiert.

Ein Sicherheitsdienst beim Skifahren? Fürchten Sie da nicht den Ärger der Kunden?

Nein. Das Team vom Sicherheitsdienst soll uns bei den Kontrollen unterstützen. Das sind zwei Leute, die an der Talstation der Brauneck-Kabinenbahn im Einsatz sein werden. Das ist aber ein Lernprozess. Wir müssen sehen, ob wir den Sicherheitsdienst die ganze Saison brauchen.

Was wünschen Sie sich für diese Wintersaison?

Erstens einmal, dass die Schneeverhältnisse immer gleich gut bleiben, dass nicht großes Tauwetter kommt. Und dass sich das Pandemie-Geschehen verbessert. Die Tendenz bei den Infektionsfällen geht ja derzeit nach unten. Der Wunsch ist, dass wir im Laufe des Winters womöglich wieder zu einem Stück Normalität zurückfinden.

Werden Sie selbst am kommenden Wochenende denn auch auf der Skipiste sein?

Sicher werde ich zum Skifahren gehen. Ich muss ja auch sehen, ob die Leute die Hygieneregeln einhalten, ihre Maske beim Anstehen und im Lift aufsetzen. Genauso wie die anderen Wintersportler bin auch ich froh, dass ich mich wieder mit Skiern auf der Piste bewegen darf.

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