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Politik in Münsing:Bürgerversammlung in Münsing soll stattfinden

Zur diesjährigen Bürgerversammlung müssen sich die Münsinger umstellen. Eine wie bisher von einem örtlichen Verein übernommene Bewirtung wird es nicht geben. Die Stühle werden im Gemeindesaal an diesem Dienstag, 6. Oktober, weiter auseinanderstehen (Beginn: 19.30 Uhr). Jeder Besucher muss seine Kontaktdaten in eine Liste eintragen. Das erfordern die Hygiene- und Abstandsregeln während der Covid 19-Pandemie. Trotzdem glaubt Bürgermeister Michael Grasl (FW), dass der Platz für alle Besucher ausreicht.

Beschäftigen wird ihn unter anderem das geplante neue Bürgerzentrum mit Rathaus und Veranstaltungssaal. Bislang gilt in der Kommune die Aussage des Kämmerers, das Projekt trotz Pandemie finanziell stemmen zu können. Daran zweifelt allerdings der Münsinger Grünen-Kreisrat Nikolaus Mair. Er befürchtet, die Gemeinde könnte sich mit dem Bau des Bürgerzentrums finanziell übernehmen. Denn er erwartet für Münsing weniger Gewerbesteuer- und Einkommensteuereinnahmen. Mair will daher in der Bürgerversammlungen mehr zur Baukostenschätzung, den Betriebskosten und zur Investitionsplanung der Gemeinde erfahren. In einer weiteren fristgerecht eingegangenen Anfrage will Hans Müller wissen, was der kommunale Wohnungsbau an der Münsinger Hauptstraße gekostet hat.

"Wir werden diese Fragen, soweit seriös möglich, beantworten", teilt Bürgermeister Grasl mit. Vor der Bürgerversammlung stellt er klar, dass jeder Bürger selbst einschätzen müsse, ob er in der jetzigen Situation persönlich kommen wolle. "Diese Entscheidung kann man niemandem abnehmen."

© SZ vom 06.10.2020 / bene
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